Auch der R30 wird schon bald mit einem neuen F-Schacht-System augestattet sein

Formel 1 2010

— 04.08.2010

Renault: Der F-Schacht kommt in Spa

Das Renault-Team wird in Belgien erstmals mit seiner Version des F-Schachts in das Geschehen eingreifen - Liegt McLaren damit in Reichweite?

Kaum hatte man das Erfolgsgeheimnis des F-Schacht-Konzepts erkannt, entwickelten viele Teams ihre eigenen Systeme und brachten diese nach und nach in der Formel 1 an den Start. Ein Rennstall hielt sich diesbezüglich bislang vornehm zurück, doch damit ist nun Schluss: Zum Ende der kurzen Sommerpause wird auch das französisch-britische Renault-Team einen F-Schacht präsentieren.

Dies bestätigt Technikchef James Allison im Podcast seines Rennstalls: "Wir sollten dieses System in Spa-Francorchamps dabei haben", so der Brite. "Wir haben bei anderen Teams gesehen, dass sie durch die Einführung dieses Elements einen Schritt nach vorne machen konnten, als sie es zum Funktionieren gebracht haben. Allerdings ist das nicht so einfach, wie aus dem Bett zu fallen."

Renault bleibt dem Entwicklungskurs treu

Dies habe man in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder gesehen. Viele Teams hätten sich schwer damit getan, den F-Schacht auf Anhieb gewinnbringend einzusetzen, meint Allison. "Wir wissen also, was uns für Spa bevorsteht, wenn wir sicherstellen wollen, von Anfang an damit zurande zu kommen", erklärt der Technische Direktor des Renault-Teams vor dem Belgien-Rennen.

Obwohl der Rennstall erst jetzt seine eigene Version des F-Schachts an die Strecke bringt, sei man vom Nutzen dieser Einheit schon frühzeitig überzeugt gewesen: "Als wir den McLaren in der Vorsaison gesehen haben, war uns schon klar, was sie bewerkstelligt hatten. Ebenfalls klar war: Es würde nicht einfach werden, dieses System zu adaptieren", gibt Allison erläuternd zu Protokoll.

"Die meisten Teams haben drei bis vier Rennen gebraucht, um ihre ersten Versionen davon an den Start zu bringen. Manche Rennställe brauchten sogar noch mehr Zeit. Wir sind das letzte der größeren Teams, das dieses System einsetzen wird. Das war auch so vorgesehen. Ob das nun richtig oder falsch ist, sei dahingestellt. Wir hatten aber noch einige 'herkömmliche' Dinge in der Pipeline."

Der F-Schacht hatte keine Priorität

"Der F-Schacht hätte einen Großteil unserer Ressourcen bei Design und Herstellung der Teile beansprucht. Ich war sehr zuversichtlich, auf diesem Weg viel Leistung ans Auto zu bekommen", sagt Allison. "Darauf haben wir uns konzentriert, begannen gleichzeitig aber im Hintergrund damit, uns zu überlegen, wie man einen F-Schacht an unserem Fahrzeug würde umsetzen können."

Diese Überlegungen mündeten allerdings zunächst in einer Sackgasse, wie der Technikchef von Renault gesteht: "Wir hatten einen Fehlversuch, der vor zwei Rennen hätte debütieren sollen, doch dieses Teil hat aerodynamisch nicht funktioniert. Wir mussten die Einführung daher um in paar Rennen verschieben. Aber besser spät als nie" - in knapp vier Wochen ist es schließlich soweit.

Und Allison verspricht sich einiges von der Neuerung seines Teams und vom Rennen in Spa: "Ich denke, wir können es mit McLaren aufnehmen. Ich hoffe, dass wir vor Mercedes und den anderen Jungs liegen, um McLaren vielleicht das Leben schwer zu machen", formuliert der Brite seine Ziele für den Ardenne-Grand-Prix, der als erstes Rennen nach der Formel-1-Sommerpause ausgetragen wird.

Fotoquelle: Renault


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