Norbert Haug fordert ein Ende der Diskussionen über Michael Schumacher

Formel 1 2010

— 04.08.2010

Haug: "Schlussstrich unter Ungarn-Vorfall ziehen"

Der Mercedes-Motorsportchef will die Diskussionen rund um Michael Schumacher in Ungarn beenden - Schließlich hat sich der Rekordweltmeister entschuldigt

Seit dem Rennen in Ungarn wurde weltweit viel über das Manöver von Michael Schumacher gegen Rubens Barrichello gesprochen. Für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist es nun Zeit, einen Schlussstrich unter die Angelegenheit zu ziehen. Für einige Beobachter ist es aber noch nicht soweit, denn das Sicherheitsrisiko ist nicht zu unterschätzen.

Bei Mercedes versucht man, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. "Michael hat sich entschuldigt und seine Strafe akzeptiert", wird Haug vom 'Tagesspiegel' zitiert. "Sein 'Sorry' sollte nun allenthalben akzeptiert und ein Schlussstrich unter das Thema gemacht werden."

Weltweit sind Ex-Rennfahrer aber immer noch bestürzt über die Aktion des Rekordweltmeisters. "Er ist ein siebenmaliger Weltmeister und wusste genau, was er tat. Er hat das absichtlich gemacht. Eine Kollision hätte tödlich sein können", sagt der zweifache Le-Mans-Sieger Alexander Wurz nach dem Rennen.

Joan Villadelprat, der bei Benetton mit Schumacher zusammengearbeitet hat, meint im 'El Pais': "Er kann sich nicht auf Unerfahrenheit berufen. Was er mit Barrichello gemacht hat, kann nicht toleriert werden. Wäre es schiefgegangen, wäre der Unfall bei 300 km/h passiert. Es hätte in einer Tragödie enden können."

Ferrari-Testfahrer Marc Gené war ebenfalls bestürzt: "Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich das Manöver sehe. Es war unnötig und sehr gefährlich", wird der Spanier von 'El Mundo' zitiert. Der dreifache Weltmeister Jackie Stewart ist ebenfalls entrüstet: "Es war ein eklatantes Verhalten gegenüber einem anderen Fahrer. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Es ist ein schreckliches Verhalten für einen Mann, der sieben Titel gewonnen hat. Das war eine Einschüchterungstaktik", so der Schotte in der 'Sun'.

Der ehemalige McLaren-Pilot John Watson fügt hinzu: "Er ist ein stolzer Mann und will nicht überholt werden, aber er hat auf hässliche tierische Instinkte zurückgegriffen." In Großbritannien werden indes bereits Wetten angenommen, dass Schumacher seine Karriere vor dem Rennen in Belgien beenden wird oder nach der Saison zurücktritt.

Aber nicht nur wegen dem Manöver gegen Barrichello sind viele Leute verstimmt. Sébastien Buemi hat dem 'Blick' mitgeteilt, dass "er mich nach dem Start auf das Gras gedrängt hat. Ich musste bremsen, andernfalls wäre ich mit ihm kollidiert. Ich bin enttäuscht. Ich habe mehr von ihm erwartet."

Fotoquelle: xpb.cc


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