Tavo Hellmund und Bernie Ecclestone: 2012 gibt es den US-Grand-Prix

Formel 1 2010

— 05.08.2010

Austin: Eine Strecke für 140 Millionen Euro

In Texas sind geheime Informationen über den Bau der neuen Formel-1-Strecke nahe Austin veröffentlicht worden: Aufträge, Arbeiter und Auslastung

22 Monate sind in der Formel 1 eine halbe Ewigkeit. In einem solchen Zeitraum kann sich viel verändern: Piloten kommen und gehen, neue technische Kniffe machen die Runde und die Hackordnung wird gleich mehrfach neu durchgemischt. Doch wenn es darum geht, aus einer riesigen grünen Wiese eine hochklassige Formel-1-Anlage zu machen, dann sind 22 Monate alles andere als viel.

Genau diese Zeitspanne bleibt den Organisatoren des künftigen Grand Prix der USA, um in Zusammenarbeit mit Formel-1-Streckenarchitekt Hermann Tilke einen ganz neuen Kurs zu bauen. In einigen Ortschaften rund um die texanische Hauptstadt Austin herrscht jetzt schon große Euphorie. Man will künstig von den Gastspielen der Königsklasse profitieren und hofft, dass die Formel 1 dort endlich eine echte Heimat in den USA findet.

Ein passendes Gelände hat man gefunden und gekauft, bald sollen die ersten Baumaschinen anrollen. Es wird ein Mammutprojekt - nicht nur aufwändig, sondern auch enorm teuer. Der örtlichen Zeitung 'The Statesman' wurden geheime Dokumente zugespielt, die über den Businessplan und die Baukosten Auskunft geben. Demnach schlägt allein der Bau der neuen Strecke mit 180 Millionen US-Dollar (umgerechnet knapp 140 Millionen Euro) zu Buche.

Hauptinvestor Red McCombs muss also tief in die Tasche greifen. Der texanische Geschäftsmann, der unter anderem in der Vergangenheit einige Clubs der amerikanischen Basketball-Topliga NBA finanzierte, wird die Hauptlast beim Bau der Strecke nahe Austin tragen. 1.500 Bauarbeiter sollen die Anlage rechtzeitig fertig bekommen. An den Grand-Prix-Wochenenden werden laut Plan 1.200 Menschen an der Durchführung des Events beteiligt sein.

US-Grand-Prix-Promoter Tavo Hellmund will insgesamt einen Stab von rund 40 Mitarbeitern in Festanstellung um sich scharen, um die Strecke auch außerhalb des jährlichen Formel-1-Wochenendes betreiben zu können. In den neuesten Unterlagen ist verzeichnet, dass man eine Auslastung von 250 Tagen pro Jahr vorsieht. Testfahrten, Erprobungsfahrten bei der Entwicklung neuer Treibstoffe sowie Rennfahrerschulen und ein Camp für die Polizeiausbildung sollen dort ihren Platz finden.

Über das gesamte Jahr soll der neue Kurs mit seinen Veranstaltungen insgesamt 300 Millionen US-Dollar (etwa 230 Millionen Euro) zusätzlichen Umsatz in der Region generieren. Anhand dieser Größenordnungen fragt man sich jedoch bereits jetzt, inwieweit solchen Zahlen auch nur ansatzweise realistisch sind. Angeblich plant man in einem weiteren Schritt sogar Events der NASCAR-Serie in Austin abzuhalten, auch die Dragster-Szene will man integrieren.

Fotoquelle: Austin GP


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