Bisher sehen die Wolken über Mercedes noch relativ harmlos aus

Formel 1 2010

— 05.08.2010

Haug: "Sollte es nach einer gewissen Zeit nicht laufen..."

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und der schwierige Weg zurück an die Spitze: Das Mercedes-Kerngeschäft als Vorbild für die Formel 1

Die deutschen Silberpfeile blieben auch in den vergangenen Wochen oft matt, vom strahlenden Glanz früherer Zeiten nichts zu sehen. Zuletzt in Ungarn schied Nico Rosberg nach einem Fehler der Boxencrew aus, Michael Schumacher verlor den Kampf um den letzten WM-Punkt in einem viel diskutierten Kampf gegen seinen Ex-Ferrari-Kollegen Rubens Barrichello. Konsequenz: Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug musste sich in Budapest erneut den bohrenden Fragen nach mangelnder Konkurrenzfähigkeit stellen.

"Wir sind nicht dort, wo wir hin wollen. Aber wir kommen zurück. Das Team hat alles, was es dafür braucht", so die Aussage von Haug. Die Worte gleichen sich seit Wochen. Immer wieder das Versprechen, dass die Silberpfeile wieder nach vorne kommen. Doch die Tendenz der vergangenen Rennen war nicht gut. Es geht eher bergab, von einem Aufwärtstrend ist jedenfalls nichts zu sehen. "Wir stehen als Team zusammen. Das ist das Wichtigste", sagt der Mercedes-Motorsportchef.

"Wir haben unser Budget drastisch reduziert", erklärt Haug. "Wir sind noch in der Formel 1, während andere Hersteller nicht mehr dabei sind. Wir sind fest davon überzeugt, dass es eine hervorragende Plattform ist. Das ist gut, die Resultate auf der Strecke sind hingegen nicht gut." Haug betont, dass die Formel-1-Mannschaft nach wie vor die volle Unterstützung des Konzernvorstandes genieße. Man brauche eben nur mehr Zeit.

"Die Automobil-Industrie war in einer tiefen Krise. Wir sind heil da heraus gekommen. Unsere Verkaufszahlen liegen auf Rekordniveau, unsere Produkte sind besser denn je. Das ist ein gutes Beispiel", meint der Schwabe. "Man kann solche Phasen nutzen, um sich besser zu entwickeln und gestärkt daraus hervorgehen. Unsere Jungs im Team wissen, wie man einen solchen Job macht. Wenn man zuvor Meisterschaften gewonnen hat, dann weiß man, wie so etwas funktioniert."

Mercedes habe in seiner Formel-1-Geschichte ein Drittel aller Rennen gewonnen, an denen man teilnahm. Diesen Schnitt wolle man in Zukunft wieder erreichen. Die Frage ist allerdings, wie viel Geduld man bei der Aufholjagd noch aufbringen wird. "Wenn es nach einer gewissen Zeit nicht läuft, dann tauscht man auch mal Leute aus. Das ist doch ganz normal", erklärt Haug, dass auch der Mercedes-Geduld durchaus Grenzen gesetzt sein könnten.

Fotoquelle: xpb.cc


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