Dieses Manöver wirbelt Staub auf: Schumi drückt Barrichello gegen die Mauer

Formel 1 2010

— 06.08.2010

Verstappen kritisiert Schumacher: "Sei ein Mann!"

Jos Verstappen schießt scharf: Warum Michael Schumacher kein Mann und Ferrari dumm ist - und welche Strafe er nun für die Stallorder der Roten fordert

Michael Schumachers umstrittenes Manöver gegen seinen ehemaligen Ferrari-Adjutanten Rubens Barrichello wurde im Formel-1-Fahrerlager durch die Bank hart kritisiert. Nur einer verstand zunächst die Aufregung nicht: der Rekordweltmeister selbst. Einen Tag später ruderte er dann aber doch zurück und gab zu, dass die Gegenwehr gegen den Williams-Piloten wohl doch etwas zu hart gewesen sei.

Ist das Thema damit abgehakt? Keineswegs. Zumal das Verhalten des Kerpeners Erinnerungen an die Vergangenheit wach werden lässt: Auch nach seinem Rammstoß gegen den Williams-Piloten Jacques Villeneuve im Titelduell 1997 war sich Schumacher zunächst keiner Schuld bewusst und argumentierte, Villeneuve hätte die Kurve ohne den Zusammenprall nie gekriegt. Erst später gab er zu, vielleicht doch einen Fehler gemacht zu haben.

Verstappen lässt Schumachers späte Entschuldigung nicht gelten

Nun wird gemunkelt, dass der Mercedes-Pilot entweder von seinem Team oder von FIA-Boss Jean Todt beraten wurde, die Schuld beim Barrichello-Zwischenfall auf sich zu nehmen. Doch das lässt sein ehemaliger Benetton-Teamkollege Jos Verstappen nicht gelten. "Sei ein Mann und entschuldige dich gleich nach dem Rennen", schießt er in seiner Kolumne bei 'De Telegraaf' gegen Schumacher scharf. "Das wäre doch viel sportlicher herübergekommen."

Doch nicht nur Schumacher muss sich mit Kritik herumschlagen, auch Ferrari bekommt von Jos Verstappen sein Fett weg. Der Grund: die plumpe Stallorder von Hockenheim. "Kann mir jemand erklären, warum sie so dumm waren, denn ich verstehe es wirklich nicht", kann er die entlarvenden Äußerungen am Boxenfunk bei Felipe Massa und Fernando Alonso nicht nachvollziehen. "Es gibt 1001 Wege, die Positionen deiner zwei Piloten zu wechseln, ohne Teamorder auszugeben."

Wie man Ferrari für die Stallorder bestrafen sollte

Die Vorschläge des Niederländers: "Sie hätten Massa beim Boxenstopp aufhalten können oder es gibt ein Problem mit dem Sprit - oder was auch immer man sich vorstellen kann. Wenn sie klug gewesen wären, dann wäre nichts passiert", wirft er dem Rennstall von Teamchef Stefano Domenicali Dummheit vor.

So aber fordert der ehemalige Formel-1-Pilot bei der Sitzung des World Councils am 6. September eine harte Strafe gegen die Roten: "Ich würde eine bedingte Sperre für ein oder zwei Rennen aussprechen, damit alle wissen, was passiert, wenn diese Tricks ausgespielt werden." Mit einer bloßen Geldstrafe würde er die Roten auf keinen Fall davonkommen lassen: "Gerade den reichen Teams tun Geldstrafen nicht weh."

Fotoquelle: xpb.cc


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