Bewerbung um 13. Startplatz: Jacques Villeneuve hält den Ball noch flach

Formel 1 2010

— 12.08.2010

Villeneuve: "Dieses Jahr ist es schwieriger"

Jacques Villeneuve kann die Cancen seiner gemeinsamen Formel-1-Bewerbung mit Durango nicht einschätzen: "Jean Todt trifft die Entscheidung nicht allein"

Bezüglich der Vergabe des 13. Startplatzes in der Formel 1 ist das Verhalten der FIA etwas paradox. Zum einen will man ein Team, das aufgrund solider finanzieller und technischer Ressourcen gut mithalten kann, auf der anderen Seite gibt man die entsprechende Entscheidung über die Wahl des neuen Teams dermaßen spät bekannt, sodass die Vorbereitungszeit extrem knapp sein wird. Erst Ende des Monats soll feststehen, wer den begehrten Startplatz bekommt.

Neben Stefan GP und Epsilon Euskadi macht sich Villeneuve/Durango noch Hoffnungen auf grünes Licht vom Automobil-Weltverband. Jacques Villeneuve arbeitet im Hintergrund an einem möglichen Einstieg, große Euphorie versprüht der Kanadier allerdings nicht. "In diesem Jahr ist es schwieriger, weil die FIA nicht noch einmal ein Fiasko wie 2009 erleben möchte", sagt Villeneuve in der kanadischen 'La Presse' mit Blick auf die Pleite von US F1.

"Wir arbeiten hart, wissen aber noch überhaupt nicht, was passieren wird", erklärt der Formel-1-Weltmeister von 1997. "Es kann sein, dass unser Projekt das beste ist. Es kann aber auch sein, dass man uns ablehnt." Über die Bewerbung von Villeneuve/Durango ist bisher nur wenig bekannt. Man kennt die Geldgeber nicht, auch der technische Hintergrund ist unklar. Sicher ist nur, dass Villeneuve als Einsatzpilot zurückkehren wird, falls das Team den Zuschlag erhält.

Bislang hat man den Eindruck, als ginge Epsilon Euskadi als Favorit in die entscheidende Runde. Das spanische Team von Ex-Benetton-Teammanager Joan Villadelprat hat mit Sergio Rinland einen erfahrenen Formel-1-Designer in den eigenen Reihen, erste Windkanalversuche laufen bereits. Aus Sicht von Villeneuve könnte die Bekanntgabe der Tests der Spanier einfach auch nur ein taktisches Mittel im Wettstreit um den 13. Startplatz gewesen sein.

Villeneuve macht sich unterdessen keine allzu großen Hoffnungen, gleichzeitig aber ebenso keine großen Sorgen. Vorfälle wie 1997, als es beim großen Finale in Jerez zu einer unliebsamen Begegnung mit dem damaligen Todt-Ferrari-Schützling Michael Schumacher kam, spielen aus Sicht des Kanadiers keine Rolle. "Ich bin mit Jean Todt immer gut ausgekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alte Rivalitäten die Entscheidung der FIA beeinflussen. Jean Todt trifft diese Entscheidung ohnehin sicherlich nicht allein."

Während die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Formel 1 bestehen bleibt, treibt Villeneuve gleichzeitig seine Pläne in der NASCAR-Serien weiter voran. "Beide Seiten kümmern sich gegenseitig überhaupt nicht um einander, das hat also überhaupt keinen Einfluss. Es gibt hier existierende Projekte, und es gibt keinen Grund, diese jetzt zu stoppen", erklärt der Ex-Formel-1-Champion, der zuletzt in Watkins Glen im Einsatz war.

Fotoquelle: xpb.cc

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