Adrian Sutil: Hockenheim 2004 war der Wendepunkt seiner Karriere

Formel 1 2010

— 19.08.2010

Wie ein Unfall Sutils Karriere gerettet hat

Eric Salignons Pech war Adrian Sutils Glück: Der Zufall verhalf dem Deutschen 2004 in der Formel-3-Euroserie zu einer ganz wichtigen Chance...

Als Michael Schumacher 2004 den letzten seiner sieben Formel-1-WM-Titel gewann, war Adrian Sutil eines von vielen deutschen Talenten im Motorsport. Der damals 21-Jährige hatte für das Team von Colin Kolles eine bis dahin eher durchschnittliche Saison in der Formel-3-Euroserie hingelegt, doch dann kam ihm das Schicksal zu Hilfe.

Denn durch einen Autounfall des Franzosen Eric Salignon (laut Manager Toto Wolff "das größte Talent, das es damals gab") wurde ein Cockpit im ASM-Team frei, das der Meisterschafts-16. dankend annahm. Zuvor hatte er lediglich durch eine Pole-Position bei Regen in Adria auf sich aufmerksam machen können, zumeist scheiterte er aber am unterlegenen Material. Bei ASM ging ihm jedoch plötzlich alles ganz leicht von der Hand.

"Das war definitiv ein Wendepunkt", blickt Sutil im Interview mit 'Autosport' auf diese entscheidende Phase seiner Karriere zurück. "Es war eine große Chance für mich, die normalerweise nicht zustande gekommen wäre, weil ich einen Vertrag mit Colin Kolles hatte. Aber irgendwie bekamen wir grünes Licht dafür, also wechselte ich das Team und stellte das Ding gleich mal auf Pole-Position! Das hat im Fahrerlager einigen die Augen geöffnet."

Bis dahin hatten die ASM-Fahrer Alexandre Prémat, Jamie Green und Salignon einen hervorragenden Ruf genossen, doch Sutil stellte schnell fest, dass ASM auch das beste Team der Euroserie war und er ähnliche Leistungen zeigen konnte: "Als ich ins Auto stieg, war es eine andere Welt. Es war ein erstaunliches Auto - auf einmal fiel mir alles ganz leicht! Schon nach ein paar Runden stand ich auf Pole. Das hat mir den ASM-Vertrag für das Jahr darauf beschert und meine Karriere gerettet."

Denn Sutil stürmte 2005 nicht wie erhofft zum Meistertitel, wurde aber mit zwei Siegen immerhin Vizechampion hinter Lewis Hamilton und entschied sich daraufhin, zum Toyota-Werksteam TOM'S in die Japanische Formel 3 zu wechseln, die er prompt gewinnen konnte. Das ebnete ihm den Weg zurück nach Europa, wo er in der Formel 1 als Freitagstest- und ab 2007 auch als Rennfahrer beim heutigen Force-India-Team anheuerte.

Fotoquelle: xpb.cc

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