Vom Kampfrichter wäre Rosberg beinahe aus dem Bewerb genommen worden

Formel 1 2010

— 20.08.2010

Lob für Rosberg: "Er ist ein Weltklassesportler"

Für seinen bemerkenswerten Triathlon-Auftritt in Kitzbühel heimste Nico Rosberg viel Lob ein, obwohl er beinahe disqualifiziert worden wäre

Was Jenson Button kann, kann Nico Rosberg schon lange: Der Mercedes-Formel-1-Pilot nahm am vergangenen Samstag am Triathlon in Kitzbühel teil und schaffte über die Olympische Distanz eine Zeit von 2:07.32 Stunden, war damit um sieben Minuten schneller als Grand-Prix-Kollege Button vor kurzem in London.

"Meine Eltern haben in Zell am See ein Haus, deshalb haben wir uns entschlossen, hier mitzumachen", erklärte Rosberg vor dem Start. Der in Wiesbaden geborene Formel-1-Star feierte 2006 beim Grand Prix von Bahrain mit der schnellsten Rennrunde sein Debüt in der Königsklasse und legte als 17. seiner Klasse auch bei der Premiere im Triathlon eine tolle Leistung hin. Dabei drohte die Topleistung vorzeitig zu scheitern...

Mit vollem Elan radelte Rosberg in die Wechselzone, öffnete seinen Helm allerdings zu früh und bekam dafür von Kampfrichter Franz Peer eine Verwarnung. Der Offizielle meinte: "Bei einem Formel-1-Rennen kann er auch nicht in der vorletzten Runde den Helm runternehmen!" Von einer Disqualifikation sah der Kitzbüheler aber ab: "Das wäre dann doch zu viel gewesen. Er bekam die gelbe und nicht die rote Karte."

Das Team rund um Rosberg startete unter dem Namen "Die 110er". Auf die Frage, was dieser Name denn bedeute, antwortet er: "Wir wollten damit einen Freund veräppeln, der auch bei uns im Team ist. Er trainiert immer brav nach Puls und hat meistens 110 Schläge pro Minute." Die Pulsschläge von Rosberg selbst bewegten sich in Rekordhöhen: Mit durchschnittlich 159 Schlägen absolvierte er alle drei Disziplinen!

Sein Freund und Betreuer Daniel Schlösser war von Rosberg nicht überrascht: "Er ist ein Weltklassesportler - und die zeichnet eben totaler Kampfwille aus. Er ist bis zum Umfallen gelaufen." Dem sympathischen und redseligen Wahlmonegassen selbst verschlug es nach dem Zieleinlauf die Stimme: "Auf den letzten fünf Kilometern hatte ich keine Energie mehr. Unglaublich, dass sich Leute das antun können!"

Über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40,8 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen) siegte bei den Herren Dominik Kugler vor Stefan Bernhard und Axel Raser. Ex-Radprofi Jörg Jaksche zeigte mit Rang sechs und einer Zeit von 1:54.38 Stunden auf. "Und das, obwohl ich bis zur ersten Boje als Brustschwimmer unterwegs war. Aber beim Radfahren und Laufen lief alles perfekt", so der in Kitzbühel lebende Deutsche.

Fotoquelle: Walter Rief

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