Kimi Räikkönen

Formel 1 2010

— 25.08.2010

Räikkönen blickt auf seine Erfolge zurück

Die Formel 1 steht bei Kimi Räikkönen nicht mehr im Mittelpunkt - Aber der "Iceman" blickt zufrieden auf seine erfolgreiche Zeit dort zurück

Kimi Räikkönen hat sich aus der Formel 1 verabschiedet und fährt in diesem Jahr in der Rallye-WM. Es gab schon viele Gerüchte über eine mögliche Rückkehr. Der "Iceman" ist ein gefragter Mann, aber die Zukunft ist noch komplett offen. Derzeit genießt der Weltmeister von 2007 seine neue Herausforderung, macht sich aber auch Gedanken über die Königsklasse.

Wenn Piloten die verschiedensten Rennautos miteinander vergleichen, sticht immer die Formel 1 heraus. Vermisst Räikkönen diese Serie? "Naja, das waren drei tolle, unvergessliche Jahre bei Ferrari und sie wurden durch den Gewinn der Weltmeisterschaft gekrönt", wird der 30-Jährige von 'Spox.com' zitiert. "Auch die Zeit bei McLaren war klasse, obwohl wir dort den Titel leider nie gemeinsam holen konnten. Aber nun bin ich eben Rallyefahrer."

Gegen Saisonende musste Räikkönen bei den Roten Platz für Fernando Alonso machen. Nicht nur für den Spanier ist das Traditionsteam ein Traum. "Dort ist alles voller Tradition, aber auch voller Emotionen", beschreibt der Finne. "Meine Zeit in Maranello war ein intensiver Mix aus unglaublicher Freude und schwierigen Momenten, die uns zusammengeschweißt haben, als Team, als Familie."

"Ich bin vom Typ her eigentlich mit Italienern nicht kompatibel, aber wir haben eine gemeinsame emotionale Basis gefunden. Ich habe immer alles für Ferrari gegeben und sie haben es mir vielfach zurückgegeben, auch bei meinem Abschied. Das werden immer tolle Erinnerungen bleiben", sagt er.

Ferrari hat Räikkönen eine stattliche Abfindung bezahlt, weshalb er in der aktuellen Gehaltsliste immer noch zu den Bestverdienern gehört Abgesehen vom Geld war die Zeit bei Ferrari von Erfolg gekrönt. "Es gab drei Siege, die herausragen: Das war natürlich der erste, 2007 in Melbourne, denn einen besseren Einstand gibt's wohl nicht. Dann mein letzter Erfolg in Spa, als ich mit einem unterlegenen Auto gewonnen habe. Und ganz besonders der Sieg in Interlagos, durch den ich Weltmeister geworden bin", erinnert sich der "Iceman".

Für die aktuelle Saison gab es aber durchaus Möglichkeiten für Räikkönen in der Formel 1 zu bleiben. "Hätte ich weiterfahren wollen, wäre das kein Problem gewesen. Aber von den Angeboten hat mich nichts wirklich so gereizt, dass ich sofort zusagen hätte müssen. Daher habe ich mich entschieden, jetzt erst mal Rallye zu fahren."

"In der Formel 1 sind zu viele Dinge wichtiger als die Rennen. Es ist zu politisch und keiner sagt, was er denkt, weil er Angst hat, es wird wieder aus dem Zusammenhang gerissen", spricht Räikkönen die negativen Seiten der Königsklasse an. Die Zukunft ist offen: "Wir werden sehen. Zunächst müssen wir mal diese Saison zu Ende fahren und dann einige Dinge abklären. Danach sehen wir weiter.

Gerüchten zu Folge wollte Pirelli den Finnen als Testfahrer für das Reifenprogramm einsetzen. Die Verbindung ist logisch, denn in der Rallye-WM wird mit Einheitspneus der Italiener gefahren. Räikkönens knapper Kommentar dazu: "Darüber müssen Sie mit Steve sprechen." Damit meint er seinen Manager Steve Robertson, mit dem er auch ein Formel-3-Team betreibt.

Die Formel 1 beobachtet der Vollgas-Profi mittlerweile nicht mehr so genau. "Manche Starts und Highlights schaue ich mir an. Ich habe auch kaum noch Kontakt zu den anderen Fahrern. Manchmal spiele ich Badminton mit Sebastian Vettel. Ich denke er kann den Titel holen, aber vor allem ist er der netteste Typ von allen."

Fotoquelle: Citroen

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