Bernie Ecclestone glaubt weiter an die Fähigkeiten von Michael Schumacher

Formel 1 2010

— 25.08.2010

Ecclestone: "Im Red Bull würde Michael siegen"

Für Bernie Ecclestone bleibt Michael Schumacher einer der besten Piloten im Feld - Dieser arbeitet daran, den Weg zurück auf die Siegerstraße zu finden

Im Sommer 1991 wurde Bernie Ecclestone auf ein neues Talent in der Formel 1 aufmerksam: den jungen Deutschen Michael Schumacher. Er war so von dessen Fähigkeiten überzeugt, dass er ihm half, von Jordan zu Benetton zu wechseln. Er habe von Anfang an gesehen, dass Schumacher das "gewisse Etwas" hat, erinnert sich Ecclestone im Interview mit 'Sport Bild': "Deshalb wollte ich ihn von Anfang an in einem guten Team sehen."

Der Plan ging auf: Schumacher startete bei Benetton seine einmalige Karriere, holte bisher sieben Weltmeistertitel und sorgte für einen Formel-1-Boom in Deutschland. "Es war also gut für mich und für die Formel 1", sagt der Rekordweltmeister über die Einstiegshilfe von Ecclestone.

19 Jahre später ist Schumacher zurückgekehrt in die Formel 1 - und kann bislang nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen. Doch laut Ecclestone, der Schumachers Mut zum Comeback bewundert, liegt das nicht am Fahrer, sondern am Auto. "Michael ist immer noch fitter als viele andere Fahrer und talentierter als 90 Prozent seiner Gegner", betont der Formel-1-Zampano. "Aber: Er ist in der Formel 1, um zu gewinnen. Im Moment ist das nicht möglich. Also muss er schauen, dass er das Auto hinbekommt."

Ecclestone ist überzeugt: "Wenn Michael in einem der Red-Bull-Autos sitzen würde, würde ich mein Geld auf ihn setzen. Dann würde er sicher sofort gewinnen." Im Mercedes-internen Duell gegen Nico Rosberg hat Schumacher bisher allerdings meistens den Kürzeren gezogen. Der Formel-1-Boss hat dafür aber auch eine Erklärung parat: "Wenn mir Leute sagen, dass Rosberg schneller ist als Michael, sage ich ihnen: 'Nico muss sich noch beweisen, Michael nicht mehr.' Für Rosberg sind vierte Plätze wichtig, für Michael nicht. Für ihn zählt nur der Sieg. Ob er jetzt Vierter oder 14. wird - das ist für ihn doch völlig wurscht."

Schumacher selbst pflichtet bei: "Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich Vierter, Fünfter oder Zehnter werde. Was den Unterschied macht, ist der Weg zurück auf die Siegerstraße. Dort bin ich aber noch nicht. Deshalb probiere ich im Moment viele Sachen aus, und akzeptiere, dass die manchmal eben auch schiefgehen können. Aber sie gehören für mich zum Lernprozess dazu."

Der Rekordweltmeister hält sein Comeback nach wie vor für richtig - weil ihm das, was er tut, viel Spaß macht, "und weil ich immer noch glaube, mein Ziel, den WM-Titel, erreichen zu können." Es sei zwar enttäuschend, dass Mercedes momentan nicht konkurrenzfähig ist, "aber das muss ich jetzt akzeptieren und mich aufs nächste Jahr konzentrieren." Und er ist davon überzeugt, dass es 2011 besser läuft: "Weil wir die Probleme verstehen, die wir dieses Jahr haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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