Die Red-Bull-Frontflügel stehen weiterhin im Mittelpunkt des Interesses

Formel 1 2010

— 25.08.2010

Flexible Flügel: McLaren rätselt weiter

McLaren weiß nach wie vor nicht genau, wie die flexiblen Frontflügel funktionieren, und konzentriert sich stattdessen auf den auspuffangeströmten Diffusor

Red Bull und Ferrari haben in den vergangenen Wochen mit ihren flexiblen Frontflügeln für Schlagzeilen gesorgt. Diese verbiegen sich bei schneller Fahrt und sind damit aerodynamisch effizienter, hielten bisher aber allen Prüfungen durch die FIA stand. McLaren ist des Rätsels Lösung nach wie vor nicht näher gekommen.

An und für sich hatte das britische Team gehofft, während der Sommerpause auch selbst einen solchen Flügel entwickeln zu können, aber dieser Versuch scheint gescheitert zu sein: "Seit Ungarn hat es keine großen Enthüllungen gegeben", gibt Technikchef Jonathan Neale zu. "Ich habe alle Magazine gelesen, habe die Fotos auf der FOM-Website gesehen, aber wir bei McLaren können uns nicht erklären, warum diese Autos so funktionieren."

"Wir wissen, dass unseres das nicht kann, aber wir haben uns lange damit beschäftigt, die Funktionsweise herauszufinden. Aber darüber können wir nur spekulieren - das ist Sache der FIA und der betroffenen Teams", ergänzt er. Zudem betont Neale, dass für Spa-Francorchamps seitens der FIA eine Regelpräzisierung vorgenommen wurde. Aber: "Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass unser eigenes Auto dem Reglement entspricht."

McLaren selbst bringt einige neue Frontflügel-Versionen zum nächsten Rennen, von denen laut Chefingenieur Paddy Lowe "zwei bis drei" zumindest am Freitag getestet werden sollen. "Spa", so Lowe, "ist eine ungewöhnliche Strecke, was den Anpressdruck angeht, weil die Flügel viel flacher eingestellt werden als sonst. Das bedeutet, dass die Charakteristik anders ist als mit normalen Flügeln. Einige dieser Eigenschaften sind dementsprechend unvorhersehbar."

Zudem geht man beim britischen Team davon aus, dass die flexiblen Frontflügel nicht das wichtigste Erfolgsgeheimnis von Red Bull sind. Stattdessen steht weiterhin der auspuffangeströmte Diffusor im Mittelpunkt des Entwicklungsprogramms: "Das größte Thema ist der Auspuff und dessen Nutzung. Red Bull hat in diesem Bereich Maßstäbe gesetzt. Wir arbeiten sehr hart daran, diesbezüglich unseren Rückstand aufzuholen", sagt Lowe.

Fotoquelle: xpb.cc

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