Ungeschlagen: Fernando Alonso sicherte sich in beiden Sessions die Bestzeit

Formel 1 2010

— 27.08.2010

Spa-Francorchamps: Alonso am Freitag ungeschlagen

Fans lösen im zweiten Freien Training eine kuriose Unterbrechung aus - Fernando Alonso entreißt Adrian Sutil noch die mögliche Bestzeit

Nach der Bestzeit zum Auftakt am Vormittag war Fernando Alonso auch im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Belgien am schnellsten. Der Ferrari-Pilot sicherte sich den ersten Platz nach einer Unterbrechung der Session mit seiner allerletzten Runde und verdrängte somit Adrian Sutil (Force India) noch von der Spitze.

Doch die Schlagzeile des Tages schrieb die ungewöhnliche rote Flagge um 15:14: "Zuschauer könnten in einem gefährlichen Bereich sein", meldete die Rennleitung in Spa-Francorchamps und unterbrach die Session just in jener Phase für 13 Minuten, als die Bedingungen komplett am besten gewesen wären. FIA-Rennleiter Charlie Whiting drehte eine Inspektionsrunde um den 7,004 Kilometer langen Kurs und gab diesen dann für die letzten drei Minuten wieder frei.

Perfektes Timing bei Alonso

Beim Restart stellte sich Alonso als Erster am Boxenausgang an. Der Spanier hatte damit eine freie Strecke - und nutzte diese perfekt: 1:49.032 Minuten, damit um 0,125 Sekunden schneller als Sutil. Letzterer ging spät noch einmal raus, wollte sich die Bestzeit zurückholen, was auch beinahe gelungen wäre. Doch während er im ersten Sektor eine persönliche und im dritten eine absolute Bestzeit hinlegte, verschenkte er eine Verbesserung im Mittelabschnitt.

Dritter wurde Lewis Hamilton (McLaren/+0,216), knapp vor Robert Kubica (Renault/+0,250). Kubica knackte in der Senke Eau Rouge um punkt 15:06 Uhr als Erster die 300-km/h-Schallmauer, wurde später aber noch knapp von Felipe Massa (301 km/h) übertrumpft. Der Ferrari-Pilot steigerte sich im Finalrun allerdings nur im ersten Sektor, blieb aber auf die gesamte Runde gesehen mit gut einer halben Sekunde Rückstand Fünfter.

Auf Platz sechs landete Sebastian Vettel (Red Bull/+0,657), dessen Teamkollege Mark Webber nach knapp einer Stunde eine Schrecksekunde erlebte: Der Australier wurde ausgangs La Source plötzlich langsam, rollte zunächst nur zögerlich weiter, ehe er wieder beschleunigte. Später erkundigte er sich am Boxenfunk, ob mit dem Motor alles okay sei. "Alles in Ordnung, bleib draußen", gab sein Renningenieur Ciaran Pilbeam dann Entwarnung.

Slicks erst ab Halbzeit geeignet

Webber (+2,604) belegte nach eineinhalb Stunden trotzdem nur den 18. Platz, was beweist, wie wenig das heutige Ergebnis zu bedeuten hat. Denn die Session begann nach einem weiteren heftigen Regenschauer auf komplett nasser Strecke, ehe es nach und nach abtrocknete. Damit war vor allem gutes Timing gefragt. Etwa zu Halbzeit wagten sich die ersten Fahrer mit Slicks auf die Strecke, die in den letzten Minuten nur noch neben der Ideallinie feucht war.

Ein Opfer der schwierigen Bedingungen war Timo Glock, bis dahin stets schnellster Pilot aus den Reihen der neuen Teams: Der Virgin-Pilot flog bei Malmedy - übrigens fast zeitgleich mit Vitantonio Liuzzi (Force India/16./2,488) - ab, schlug seitlich in die Leitplanken ein und konnte anschließend nicht mehr ins Trainingsgeschehen eingreifen. Damit landete er trotz seiner bis dahin recht starken Vorstellung auf dem letzten Platz.

Mercedes nur selten im Spitzenfeld

Jenson Button (McLaren/+0,723) wurde Siebter, Pedro de la Rosa (Sauber/+1,049) starker Achter, 300er-Jubilar Rubens Barrichello (Williams/+1,096) Neunter. Kamui Kobayashi (+1,168) rundete als Zehnter das gute Sauber-Teamergebnis ab. Dafür war von Mercedes weit und breit nichts zu sehen: "Ein schwieriger Tag mit zuerst nasser und dann trockener Strecke, auf der wir nach der roten Flagge keine Zeitenverbesserung mehr schaffen konnten", erklärt Sportchef Norbert Haug.

Michael Schumacher, im Gegensatz zum Vormittag diesmal ohne F-Schacht-Manschette am rechten Handgelenk unterwegs, sicherte sich in seinem "Wohnzimmer" den zwölften Rang, 1,309 Sekunden hinter der Spitze, aber 41 Tausendstelsekunden vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg (13.). Beide fuhren nach intensiven Mechanikerarbeiten am Ende des ersten Freien Trainings knapp über 20 Runden und absolvierten eine eher unscheinbare Session.

Im Finish rollte dann noch Sakon Yamamoto (HRT/23./+7,007) aus, der lange überfordert wirkte, unterm Strich aber nur knapp langsamer als sein Teamkollege Bruno Senna (22./+6,719) war. Doch die Zeiten sollten wegen des wechselhaften Wetters, das übrigens auch morgen anhalten könnte, nicht überbewertet werden. Zumindest dürften Alonso und Sutil aber ein bisschen Selbstvertrauen für Qualifying und Rennen getankt haben...

Fotoquelle: xpb.cc

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