Nicht sauer über den schlechten Startplatz: Fernando Alonso ist gefasst

Formel 1 2010

— 28.08.2010

Ferrari patzt: "Kein Drama" für Alonso

Startplätze sechs und zehn für Ferrari in Spa-Francorchamps, aber Heißsporn Fernando Alonso nimmt das Ergebnis erstaunlich gelassen hin

Am Freitag hatte Fernando Alonso noch beide Trainingsbestzeiten abgestaubt, doch als es im heutigen Qualifying in Spa-Francorchamps um die Startpositionen für den Grand Prix von Belgien ging, verließ den ehemaligen Weltmeister das Glück. Bei wechselhaften Wetterverhältnissen landete er nur auf dem zehnten Platz.

"Fernando hatte für Q3 nur noch einen neuen Reifensatz, aber just als wir den drauf hatten, gab es einen kurzen Regenschauer. Sonst wäre er viel weiter vorne gestanden", erklärt Chefrenningenieur Chris Dyer. "Spa ist berühmt für das unvorhersehbare Wetter, wie wir heute wieder einmal gesehen haben. Morgen könnte es im Rennen ähnliche Verhältnisse geben, daher müssen wir die möglichen Variablen gut managen."

Heißsporn Alonso erstaunlich gelassen

Doch wer glaubt, dass Alonso angesichts des schlechten Abschneidens stinksauer sein müsste, der irrt: "Ich kann nicht zufrieden sein", sagt er zwar, "aber wenn auf einer Strecke die Startposition weniger wichtig ist, dann hier - erstens wegen der Streckencharakteristik, zweitens wegen des wechselhaften Wetters. Wenn du zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung triffst, kann dir das ganz schnell einen Vorteil von einer Minute bringen. Da müssen wir jede Chance nutzen."

"In Q3", erklärt der Ferrari-Pilot, der schon in Q1 (7.) und Q2 (8.) nicht überzeugt hatte, "hatte ich nur einen neuen Reifensatz übrig. Den verwendete ich im zweiten Run, aber genau da begann es zu regnen. Ich will jedoch wegen dieses zehnten Platzes kein Drama veranstalten. Wir müssen ruhig und konzentriert bleiben, denn das Qualifying ist eine Sache und das Rennen eine andere. Die Punkte werden morgen vergeben, nicht heute."

Aus Sicht von Felipe Massa war es "definitiv ein schwieriges Qualifying", aber Ferraris Nummer zwei holte im internen Stallduell auf und verkürzte den Rückstand auf 4:9. Dabei hatte der Brasilianer in den Freien Trainings nie auch nur annähernd mit Alonso mithalten können. Massa war diesmal aber schon in Q2 schneller als Alonso und belegte im Top-10-Finale mit gut einer halben Sekunde Rückstand den sechsten Platz.

Keine Chance gegen McLaren und Red Bull

"Schon am Morgen haben wir gesehen, dass die McLarens und Red Bulls schneller sind als wir. Das hat sich bestätigt", seufzt er. "Wir hatten ein paar Schwierigkeiten und erzielten nicht das erhoffte Ergebnis, aber ich hoffe, dass wir unsere Position im Rennen verbessern können. Dass das wechselhafte Wetter in Belgien eine Rolle spielt, weiß man sowieso. Morgen wird es drauf ankommen, die verschiedenen Situationen bestmöglich zu managen."

"Meine erste Runde in Q3 war gut", fährt Massa fort, "aber vielleicht hätte sie um ein paar Zehntel schneller sein können. Beim zweiten Run regnete es in der ersten Kurve und ich blockierte die Räder, daher kam ich gleich an die Box, ohne die Runde zu Ende zu fahren. Verbessert hätte ich mich sowieso nicht. Sollte es morgen nur leicht regnen und nicht stark, könnte das zum Problem werden, weil dann die Regenreifen sehr schnell verschleißen."

"Wir sind nicht zufrieden", fügt Teamchef Stefano Domenicali abschließend an. "Es war mit diesem Wetter ein schwieriges Qualifying. Das konnte man nach gestern bereits ahnen, aber wir haben unser Potenzial nicht voll entfaltet. Warum das so war, müssen wir jetzt untersuchen. Ich rechne morgen mit einem schwierigen Rennen, in dem wir jede Chance ergreifen müssen - vor allem, weil unsere Hauptgegner vor uns starten."

Fotoquelle: xpb.cc

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