Timo Glock war im Qualifying gut unterwegs, wurde dann aber bestraft

Formel 1 2010

— 28.08.2010

Erst Freude dann Ernüchterung bei Virgin

Timo Glock fuhr in der Qualifikation in Spa zunächst auf Platz 17, wurde dann jedoch von der Rennleitung wegen Behinderns eines Konkurrenten bestraft

Im Virgin-Rennstall herrschte nach der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien Jubelstimmung, schließlich hatte sich Timo Glock auf Platz 17 qualifiziert und damit von den wechselhaften Wetterbedingungen profitieren können. Doch dann bestrafte ihn die Rennleitung wegen Behinderns eines Konkurrenten, was das Team jedoch nicht nachvollziehen kann. Er wurde um fünf Startplätze nach hinten versetzt.

Teamkollege Lucas di Grassi beginnt das Rennen von Position 23. Er hatte das Pech, dass er in der Qualifikation in einen Unfall mit Jarno Trulli verwickelt war und das Zeitenfahren nicht mehr fortsetzen konnte.

"Das war heute ein gutes Qualifying, in dem wir es in den zweiten Qualifying-Durchgang geschafft haben", so Glock. "Damit bekamen wir die Möglichkeit, ein wenig mehr des Potenzials des Teams zu zeigen, und auch meines Potenzials. Das Team hat unglaublich hart gearbeitet, um nach meinem Unfall gestern über Nacht ein komplett neues Auto aufzubauen."

"Wir wussten schon immer, dass dies ein Wochenende werden würde, an dem es aufgrund des wechselhaften Wetters für das Team Möglichkeiten gibt. Und für sie ist es eine großartige Belohnung, nach einer so gewaltigen Aufgabe ein gutes Qualifying unter dermaßen unvorhersehbaren Bedingungen zu haben."

"Mit meiner Leistung war ich ganz glücklich, ich leistete mir keinerlei Fehler unter diesen Bedingungen, holte in der Situation das Beste aus dem Auto. Die Einheit war sehr chaotisch, wir mussten die Reifen wechseln, als sich die Bedingungen veränderten, und der morgige Tag verspricht ähnlich zu werden. Es könnte für die Teams und die Fans ein sehr ereignisreiches Rennen werden. Ich hoffe, dass wir das Maximum daraus machen können."

"Das war für mich eine enttäuschende Qualifying-Einheit", so di Grassi. "Denn die Bedingungen waren für unser Setup perfekt. Auf der ersten gezeiteten Runde traf mich Trulli und der Schaden war so groß, dass wir aufgeben mussten. Es sieht danach aus, als würde es morgen erneut regnen, ich hoffe aus diesem Grund auf ein interessantes Rennen."

"Dies war eine aufregende und ereignisreiche Einheit", so Nick Wirth, Technischer Direktor des Teams. "In der vergangenen Nacht trafen wir die Entscheidung, zu zocken und auf ein Wetter im Rennen zu setzen, das nass ist. Heute sind wir aus diesem Grund mit beiden Autos mit einer Aerodynamik-Konfiguration für viel Abtrieb gefahren, was ziemlich weit entfernt von der optimalen Konfiguration für diesen Kurs ist, wenn er trocken ist."

"Timos Mannschaft leistete fantastische Arbeit, als sie die gesamte Nacht über arbeitete, um sein Auto für das Freie Training heute fertig zu bekommen. Der Schauer vor dem Qualifying gestaltete die Strecke sehr schwierig. Lucas hatte sehr viel Pech, dass er von Jarno getroffen wurde, als er langsamer machte, um einem sich drehenden Auto auszuweichen. Leider brach bei dem Einschlag der Öl-Kühler. Dies beendete unverschuldet eine Einheit, die vielversprechend schien."

"Timo schaffte es, zu Beginn des ersten Qualifying-Durchgangs eine gute Runde hinzubekommen, was zeigte, was unter den schwierigen Bedingungen möglich ist. Und er schaffte es, zum zweiten Mal in diesem Jahr in den zweiten Qualifying-Durchgang zu kommen."

"Da der zweite Qualifying-Durchgang relativ trocken endete, hatten wir nicht erwartet, dass wir große Fortschritte erzielen würden. Aus diesem Grund entschieden wir uns dazu, die Reifen am Ende dieser Einheit nicht zu wechseln. Nun werden wir Lucas Auto über Nacht reparieren und die Daumen drücken, dass das Wetter morgen erneut verrücktspielt."

Fotoquelle: xpb.cc

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