Lewis Hamilton freute sich über den Sieg fast so sehr wie über seinen ersten Sieg

Formel 1 2010

— 29.08.2010

Starkes Rennen von Hamilton - Button im Pech

Während Lewis Hamilton beim Großen Preis von Belgien überlegen zum Sieg fuhr, zog Jenson Button das Pech an und fiel aus

Lewis Hamilton triumphierte unter schwierigsten Bedingungen am Sonntag beim Großen Preis von Belgien - trotz eines kleinen Ausrutscher ins Kiesbett. Teamkollege Jenson Button zog unterdessen das Pech magisch an. Erst beschädigte er sich in der Anfangsphase den Frontflügel, dann schoss ihn Sebastian Vettel von der Strecke, was das Aus bedeutete.

"Nach dem Ausfall in Ungarn hätte dieser letzte Teil der Meisterschaft für mich nicht besser beginnen können", so Hamilton. "Dieser Sieg war der perfekte Weg, um zurück zu schlagen. Spa ist immer eines der herausforderndsten Rennen im Kalender, und ich bin verzückt, dass ich es nun abgehakt habe und sage, dass ich hier gewonnen habe."

"Am Start war ich in der Lage, meine Geschwindigkeit zu kontrollieren und den Vorsprung aufrecht zu erhalten. Jedes Mal, wenn die Autos hinter mir ihre Geschwindigkeit erhöhten, war ich in der Lage zu antworten. Als sich die Bedingungen änderten, hatte ich in der achten Kurve einen Schreckmoment - das war knapp! Glücklicherweise kam ich da wieder raus, machte einen Schritt zurück, fokussierte mich wieder neu und übernahm wieder die Kontrolle. Ich war so erleichtert, am Ende des Rennens die Ziellinie zu überqueren - das war ein überwältigendes Gefühl."

"Mir tut es jedoch für Jenson wirklich leid. Er hat großartige Arbeit geleistet. Ich fuhr die erste Kurve, schaute in meinen Spiegeln und sah, wie er Plätze gutmachte. Ich dachte 'Das ist gut, das ist gut'. Dann kam er auf den zweiten Platz nach vorn, und ich dachte, 'Das ist fantastisch, eine weitere Möglichkeit für einen Doppelsieg'."

"Dann wurde er plötzlich unverschuldet aus dem Rennen geworfen. Das war für ihn wirklich Pech, und auch für das Team, denn er hat alles Mögliche getan, um für uns die maximalen Punkte für die Konstrukteursmeisterschaft zu holen. Aber er wird sogar noch stärker zurückschlagen."

"Es mag offensichtlich klingen, wenn ich es sage, aber ich sage es trotzdem: Ich liebe das Rennfahren. Es ist in meinem Blut, und ich habe es während der Sommerpause so sehr vermisst. Es ist fantastisch, schlussendlich hier in Spa, in den schwierigsten Bedingungen, einen Sieg geholt zu haben. Ohne das Team hätte ich das jedoch nicht machen können. Wir würden heute nicht hier stehen, wenn sie sich nicht so sehr angestrengt hätten. Es fühlt sich beinahe an wie mein erster Sieg - das ist phänomenal!"

"Das hat heute Nachmittag wirklich gut ausgesehen", so Button. "Ich bin ziemlich einfach auf den zweiten Rang nach vorne gekommen, aber die linke vordere Endplatte war schon in der ersten Runde beschädigt worden, was bedeutete, dass ich den maximalen Winkel einstellen musste. Das machte das Heck nervös."

"Aus diesem Grund war es ziemlich schwierig, die anderen hinter mir zu halten. Aber ich hatte unter nassen Bedingungen einen guten Kampf und schien in der Lage zu sein, eine bessere Haftung vorzufinden als die anderen Leute um mich herum. Ich leistete ordentliche Arbeit, indem ich meine Position hielt, und das machte ich ganz locker."

"Wie alle wissen, hatte ich dann einen Zwischenfall mit Sebastian. Ich habe sicherlich nicht früher gebremst als gewöhnlich. Alles, was ich weiß, ist, dass ich plötzlich am Seitenkasten einen heftigen Schlag verspürte, welcher den Kühler aufriss. Dann verlor ich den Antrieb."

"Ich habe mir das nun im Fernsehen angeschaut, und ich würde sagen, dass das ein sehr seltsamer Zwischenfall war. Klarerweise hat er das nicht absichtlich gemacht, und ich habe gehört, dass er sich nun entschuldigt hat, aber ich muss sagen, dass ich keine Ahnung habe, was er macht. In Bezug auf meine Titelhoffnungen ist das ein gewaltiger Rückschlag. Ich kann nun nur nach Monza blicken. Ich liebe die Strecke, und ich werde mein Bestes geben, um dort eine Menge Punkte zu holen."

"Es gibt keinen Zweifel: Heute haben wir ein wirklich fantastisches Rennen und einen wirklich brillanten Sieg gesehen", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Abgesehen von einem Ausflug, der einem das Herz hat stehen lassen, hatte Lewis von der Startampel bis zur Zielflagge alles im Griff und fuhr heute Nachmittag wunderbar gut, das gesamte Wochenende."

"Von dem Moment an, an dem er am Freitagmorgen auf die Strecke ging, war er offenkundig begeistert davon, hier in Spa zu sein, und es war klar, dass er sich immer zuversichtlich gefühlt hat, dass ein Sieg für ihn möglich ist. Er hat momentan wirklich alles im Griff."

"Er ist in der Fahrerwertung nun auch wieder zurück in Führung, und trotz Sebastian führen wir auch die Konstrukteursweltmeisterschaft an."

"Es ist klar, dass Jenson jede Menge WM-Punkte gesammelt hätte, wäre Jensons Rennen nicht durch Sebastians Fehler beendet worden. Heute ist für ihn aus diesem Grund ein wirklich frustrierender Tag. Er fuhr super - er ist in wechselhaften Bedingungen so gut, das haben wir heute gesehen. Aber er ist sehr reif und ich weiß, dass er sich von diesen Rückschlag nicht entmutigen lässt."

Fotoquelle: xpb.cc

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