Renault-Teamchef Eric Boullier ist mit den Fortschritten hoch zufrieden

Formel 1 2010

— 31.08.2010

Boullier: "Renault ist in einer guten Position"

Renault hat mit den jüngsten Verbesserungen einen Schritt nach vorne gemacht - Teamchef Eric Boullier über den F-Schacht und seine Hoffnungen für Monza

Renault hat in Spa-Francorchamps erstmals den F-Schacht probiert. Es war ein voller Erfolg. Robert Kubica trotzte den widrigen Umständen und feierte als Dritter auf dem Podium. Teamkollege Vitaly Petrov kämpfte sich von Startplatz 23 noch auf Rang neun in die Punkteränge. Teamchef Eric Boullier findet, dass sein Team wieder zurück auf der Erfolgsstraße ist.

"Der F-Schacht hat sofort funktioniert und zeigt wie gut die Mannschaft gearbeitet hat", lobt Boullier. "Speziell die CFD- und die Aerodynamikabteilungen haben einen super Job gemacht. Es hat nicht nur sofort funktioniert, sondern auch sehr gut. Dieses Element hat an unserem Auto gefehlt, um an der Spitze zu sein. Es war sehr befriedigend auf das Podium zu kommen und beide Autos in die Punkte zu bringen. Ich glaube nicht, dass wir gewonnen hätten, aber wir hätten noch besser abschneiden können. Trotzdem ist die Leistung sehr ermutigend für die Zukunft."

In einem chaotischen Rennen wie in Spa ist es nicht einfach immer den Überblick zu behalten. Oft ist man nachher schlauer, als in der Hektik eines Grand Prix. Wie geht es an der Boxenmauer zu? "Es ist immer ein kleines Durcheinander, weil jeder am Funk spricht, von den Renningenieuren bis zu den Wetterfröschen", beschreibt Boullier.

"Jeder war nervös, denn das Wetter änderte sich ständig. Wir wussten nie, ob ein Regenschauer die Strecke trifft, oder daneben herunterkommt. Man muss sehr vorsichtig sein mit dem was man tut. Man muss bereit sein, darf aber nicht zu schnell eine falsche Entscheidung treffen. Bis zur letzten Runde war es Stress."

"Wir sind mit den Fahrern in ständigem Kontakt. Manchmal beklagen sie sich am anderen Ende der Strecke, dass es dort schon heftig regnet. Auf dem Radar sieht man aber, dass der Rest des Kurses trocken ist. Wir müssen sie dann überreden, dass sie mit Slicks draußen bleiben sollen. Manchmal sind das lustige Diskussionen."

Das nächste Rennen findet auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza statt. Eine komplett andere Streckencharakteristik. Renault wird dort auf den F-Schacht verzichten. "Monza ist das letzte europäische Rennen. Es hat eine ganz eigene Charakteristik mit den hohen Geschwindigkeiten und dem geringen Abtrieb", blickt Boullier voraus.

"Wir bereiten uns speziell auf diese Strecke vor. Der F-Schacht bringt bei der Monza-Konfiguration keinen Vorteil. Es gibt nur wenige Kurven und kaum Abschnitte, wo man viel Abtrieb benötigt. Wir werden ihn also nicht verwenden, aber in den Rennen danach. Wir wollen beide Autos in die Punkteränge bringen und dem Podium nahe kommen", wünscht sich Boullier.

"Wir sollten in Monza in der Lage sein mit beiden Autos ins Q3 zu kommen", rechnet der Renault-Teamchef. "Wir können mit Ferrari kämpfen. Es gibt in Italien gutes Essen und es sind immer viele Tifosi vor Ort. Es ist eine ganz eigene Veranstaltung und es ist toll, die vielen Fans auf den Tribünen zu sehen und ihre Unterstützung zu genießen."

"Wir können einen Sieg nicht erwarten, aber wir sind jetzt in einer besseren Position, um für Platz vier in der WM zu kämpfen. Das Ziel ist ganz klar: wir müssen Punkte sammeln und Vierter werden. Wenn wir in einer Position sind zu gewinnen, wäre ich für das Team sehr glücklich."

Die Zukunft von Petrov ist immer noch nicht gesichert. Zuletzt holte der Russe dreimal in Serie Zähler. Seine Leistungskurve zeigt nach oben. "Seine Fortschritte sind sehr gut. Er ist als kompletter Rookie gekommen und hat nun einige Male Punkte gesammelt. Er kennt Monza aus der GP2 und ich denke, er kann dort einen guten Job erledigen. Ich zähle auf ihn, dass er dort gut ist und Punkte holt."

Fotoquelle: xpb.cc

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