Fernando Alonso freut sich auf seinen ersten Italien-Grand-Prix auf Ferrari

Formel 1 2010

— 01.09.2010

Alonso hadert mit seinen Startrunden

Spa-Francorchamps war bereits das fünfte Rennen in dieser Saison, in dem Fernando Alonso in der ersten Runde Positionen verloren hat

41 Punkte Rückstand bei sechs verbleibenden Rennen sehen nach einer klassischen "Mission impossible" aus, doch Fernando Alonso hat den Traum vom dritten WM-Titel noch nicht aufgegeben. Umgerechnet auf das alte Wertungssystem beträgt sein Rückstand nämlich lediglich 16 Zähler - und das ist durchaus aufholbar, wie Kimi Räikkönen 2007 bewiesen hat. Der Finne hatte damals zwei Rennen vor Schluss sogar 17 Punkte Rückstand und wurde trotzdem noch Weltmeister.

In Spa-Francorchamps hätte Alonso weiter Boden gutmachen können, allerdings hatte er mit dem einsetzenden Regen im Qualifying Pech und auch im Rennen verlief es "nicht so, wie wir uns das erwartet hatten", wie er zugibt. Nach der unverschuldeten Kollision mit Rubens Barrichello in der ersten Runde zeigte er zwar ein kämpferisches Rennen, doch letztendlich warf er ein mögliches Punkteresultat mit einem Fahrfehler weg.

Nicht viele Punkte verloren

"Ich hatte einen guten Start und holte gleich ein paar Plätze auf", berichtet der Ferrari-Pilot. "Das Auto reagierte gut und ich sah Chancen, noch auf das Podium zu kommen. Leider musste ich schon kurz danach an die Box kommen. Dadurch änderte sich alles. Auch wenn ich danach wieder aufholen konnte, lag ich nur in den Punkterängen, weil ein paar andere Autos ausfielen. Das zeigt, was für ein schwieriges Rennen es war."

Über seinen Fahrfehler ärgert er sich ("Den hätte ich mir sparen können"), "aber das hat keinen großen Unterschied gemacht. Durch den Regen gingen unsere Chancen, noch ein paar Plätze aufzuholen, ohnehin flöten." Alonso löste mit seinem Dreher auf einem nassen Randstein die letzte Safety-Car-Phase des Rennens aus, weil sein Auto quer auf der Strecke stand und von Streckenposten geborgen werden musste.

"Die Startrunden", analysiert er, "laufen dieses Jahr nicht gut für mich. In fünf von 13 Rennen bin ich zurückgefallen, entweder wegen eines Eigenfehlers oder aufgrund von Umständen außerhalb meiner Kontrolle, wie das in Belgien der Fall war. Aber ich habe immer gesagt, dass sich auf eine ganze Saison gesehen Glück und Pech die Waage halten. Ich hoffe, dass da jetzt langsam mal Zahltag für mich ist!"

Hoffnung auf das Punktesystem

Den WM-Titel schreibt der 29-Jährige noch keineswegs ab, obwohl er derzeit nur Fünfter in der Fahrerwertung ist. Aber: "Mit diesem Punktesystem und der Art und Weise, wie das Pendel von Rennen zu Rennen ausschlagen kann, bin ich überzeugt, dass wir noch eine gute Chance haben. Es sind ja noch 150 Punkte zu vergeben - genug, um das Blatt zu wenden", gibt Alonso kämpferisch zu Protokoll.

"Wir müssen ruhig und konzentriert bleiben, um den Rückstand so schnell wie möglich aufzuholen", sagt er. "Keine Frage, Monza wird ein sehr wichtiges Rennen für uns. Auf unserer Heimstrecke müssen wir alles unternehmen, um keine weiteren Punkte zu verlieren. Außerdem wäre ein gutes Ergebnis eine tolle Moralinjektion. Wenn es schlecht läuft, ist es auch noch nicht vorbei, aber es wäre ein harter Schlag für die Moral des Teams."

Unabhängig von der WM-Situation freut sich der Spanier schon auf seinen ersten Italien-Grand-Prix als Ferrari-Pilot: "Zum ersten Mal als Ferrari-Fahrer in Monza zu fahren, das wird ein klasse Gefühl", so Alonso. "Unser Team besteht zu 95 Prozent aus Italienern und man kann die Leidenschaft ebenso wie den Willen, bei diesem besonderen Event gut abzuschneiden, spüren. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, all die Fans zu sehen. Wir brauchen ihre Unterstützung!"

Fotoquelle: xpb.cc

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