Die Strecke in Austin ist eine Kombination verschiedener anderer Formel-1-Kurse

Formel 1 2010

— 01.09.2010

US-Grand-Prix nimmt Formen an: Layout enthüllt!

Hockenheim, Silverstone und Istanbul in einem: Die neue US-Formel-1-Strecke in Austin soll alle begeistern - Red McCombs als Finanzier enthüllt

2012 soll zum ersten Mal seit 2007 wieder ein Grand Prix der USA stattfinden. Schauplatz wird aber nicht Indianapolis sein, sondern voraussichtlich eine neue Rennstrecke in der texanischen Hauptstadt Austin. Veranstalter Tavo Hellmund von Full Throttle Productions hat nun das geplante Layout des Kurses enthüllt.

Dieser wird knapp fünfeinhalb Kilometer lang sein und bei einem Höhenunterschied von 40 Metern zwischen dem niedrigsten und höchsten Punkt 20 Kurven beinhalten. Besonders auffällig ist ein langes Kurvengeschlängel im ersten Streckenabschnitt, das stark an den Becketts-Komplex in Silverstone oder die S-Kurven in Suzuka erinnert, sowie ein langgezogener Rechtsbogen mit nicht weniger als vier Scheitelpunkten.

Überholen leicht gemacht?

"Die Strecke wird nett, Fahrer und Fans werden sie mögen. Wir rechnen mit mindestens vier guten Überholstellen", ist Hellmund überzeugt. Verantwortlich für das Layout ist der deutsche Architekt Hermann Tilke, der seine deutsche Handschrift mit einer Kopie der Kurven des Motodroms in Hockenheim einfließen ließ. Auch die Bergauf-Haarnadel gleich nach Start und Ziel sieht auf den Plänen spannend aus.

Das Konzept der Strecke besteht daraus, die besten Kurven von anderen Strecken auf der ganzen Welt zu einem neuen Parcours zu verschmelzen. Ähnlich wurde seinerzeit auch in Magny-Cours vorgegangen. Allerdings will Austin nicht als Retortenstrecke bezeichnet werden, sondern Fahrer wie Fans gleichermaßen gefallen. Bernie Ecclestone soll von den Plänen begeistert sein: "Er mag sie", sagt Hellmund selbstbewusst.

"Ich wollte eine Strecke, die Mut erfordert, schnell ist, technisch anspruchsvoll und fanfreundlich. Eine der häufigsten Beschwerden der Motorsportfans ist, dass sie nicht viel von der Strecke sehen können. Das wollen wir besser machen", kündigt der Amerikaner, dessen Vater früher den Grand Prix von Mexiko organisiert hat, an. Spätestens im Januar soll mit dem Bau begonnen werden, aber: "Ich möchte mich da auf kein Datum festlegen."

140.000 Zuschauer erwartet

"Das wird der größte Event, den Austin je gesehen hat", erklärt Hellmund. Die Strecke wird über 50.000 Tribünensitze und insgesamt rund 140.000 Zuschauerplätze verfügen. "Ich kann mir gut vorstellen", ergänzt er, "dass 30.000 oder 40.000 Leute aus Südamerika kommen werden." Alles in allem erhofft sich Hellmund vom Grand Prix eine Umwegrentabilität von 300 Millionen US-Dollar für die Region um Austin.

Der Bundesstaat Texas unterstützt die Strecke daher mit einer Subvention in Höhe von jährlich 25 Millionen US-Dollar. Sieben Millionen sollen durch einen Titelsponsor hereinkommen, weitere 17 jährlich durch Events abseits des Formel-1-Wochenendes. Für den Bau sind 1.500 Arbeiter vorgesehen, für den reibungslosen Ablauf der Formel-1-Premiere 1.200. Ob Full Throttle Productions die Kosten dafür stemmen kann, wird von vielen Experten bezweifelt.

Auch Ecclestones Vertrauen scheint nicht grenzenlos zu sein: "Kann sein, dass es für Tavo zu teuer wird", soll er in einem TV-Interview gesagt haben. "Wir haben einige Strafklauseln, aber die möchte ich eigentlich nicht geltend machen." Immerhin ist die Identität eines der Finanziers des Projekts gelüftet: Red McCombs, früherer Besitzer der San Antonio Spurs und Minnesota Vikings, ist einer von Hellmunds Partnern.

Fotoquelle: Full Throttle Productions

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