Derzeit gibt es viele Gerüchte um die Zukunft des Rennstalls aus der Schweiz

Formel 1 2010

— 03.09.2010

Sauber: Gerüchte um einen Teilverkauf halten sich

Sportlich hat man die Wende geschafft, neue Sponsoren zieren den Formel-1-Wagen: Sauber steht im Zentrum anhaltender Spekulationen

Mit einem Kraftakt besonderer Güte hat sich Sauber an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Nach dem Formel-1-Ausstieg von BMW und gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit einer Gruppe namens Qadbak kaufte Peter Sauber seinen Rennstall zurück, um ihn zu retten. Sportlich verlief das Jahr 2010 zu Beginn nicht nach Wunsch, auch Sponsoren suchte man auf großen Flächen des C29 lange Zeit vergeblich.

Die Trendwende ist allerdings geschafft. Der junge Kamui Kobayashi und der erfahrene Pedro de la Rosa sammelten zuletzt immer häufiger wichtige WM-Punkte, auch neue Partner gewannen immer mehr Interesse. Zuletzt präsentierte man mit Mad-Croc einen neuen Sponsor, auch Burger King war mehrfach auf den Autos zu sehen.

Der neue Aufschwung der Schweizer hat dazu geführt, dass das Interesse an einer möglichen Übernahme des Teams nach wie vor groß zu sein scheint. Eine Verbindung zum ehemaligen Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger wird zwar konsequent zurückgewiesen, aber andere Kontakte gesteht man offen ein. Der mexikanische Telekommunikationskonzern Telmex spielt dabei eine wichtige Rolle.

Telmex-Besitzer Carlos Slim - Motorsportfan und Milliardär - will angeblich über seinen Sohn eine Teilhaberschaft bei Sauber anstreben. Die Verbindung des schweizerischen Teams zum mexinakischen Unternehmen besteht seit vielen Monaten. GP2-Pilot Sergio Perez und der hoffnungsvolle Youngster Esteban Gutierrez stehen für einen Formel-1-Einstieg auf der Pole-Position.

Gutierrez wird ohnehin bereits von Sauber gefördert. Der Nachwuchsmann ist regelmäßig zu Gast beim Team, der Sprung von der GP3 in die Königsklasse dürfte jedoch zu groß sein. Mit dem derzeit verletzten Jules Bianchi drängt sich gleichzeitig ein zweiter erfolgreicher GP2-Mann ins Sauber-Rampenlicht. Der junge Franzose wird nicht nur im Ferrari-Nachwuchskader gefördert, sondern ist auch Schützling von Manager Nicolas Todt.

Der Sohn des FIA-Präsidenten Jean Todt ist Teilhaber der GP2-Mannschaft ART, die seit einigen Monaten einen Aufstieg in die Formel 1 ins Auge gefasst hat. Die Bewerbung um den ausgeschriebenen 13. Startplatz für 2011 zog man zwar zurück, aber über eine Beteiligung an Sauber könnte man den Aufstieg möglicherweise auf anderem Wege erreichen. Todt war in den vergangenen Monaten bereits zu Gesprächen in Hinwil.

Peter Sauber blockt beim Thema Teilverkauf seines Rennstalls bisher konsequent ab, dementiert aber die Kontakte zu Slim und Todt nicht. "Es stimmt, dass Todt ein gewisses Interesse hat, aber ich habe ihm gesagt, dass ich nicht verkaufe", so Sauber. Eine Hauptrolle in der Zukunftsplanung könnte Pedro de la Rosa spielen. Der Spanier, der bereits die kurzfristigen Deals mit Burger King auf den Weg brachte, hat offenbar gute Kontakte zum spanischen Unternehmen Telefonica, das laut 'Speedweek' mit einer Rückkehr in die Formel 1 liebäugeln könnte.

Fotoquelle: Sauber

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