Sauber hat eher geringe Hoffnungen auf ein gutes Resultat in Monza

Formel 1 2010

— 03.09.2010

Sauber mit bescheidenen Aussichten für Monza

Bei Sauber hält man den Ball vor dem Grand Prix in Monza flach: Highspeed liegt dem C29 nicht - Kann auch die Ferrari-Power nicht helfen?

Sauber will sich beim kommenden Formel-1-Lauf in Italien mit wenig Luftwiderstand zu mehr Punkten fahren. Höchstgeschwindigkeit ist oberstes Gebot auf dem legendären Autodromo Nazionale di Monza, und dafür erhalten die beiden C29 von Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi ein spezielles Aerodynamikpaket mit geringem Luftwiderstand und Abtrieb.

"Ich bin 2006 zuletzt ein Rennen in Monza gefahren. Dieser Kurs ist ein Klassiker", sagt de la Rosa. "Er hat einen ganz eigenen Charakter und ist anders als jeder andere, auf dem wir fahren. Genau das gefällt mir an Monza, denn unter all den modernen Anlagen ist Einzigartigkeit heutzutage die Ausnahme. Man muss Monza auch fahrerisch anders angehen als jede andere Strecke. Es geht um Hochgeschwindigkeit, man fährt mit wenig Abtrieb, muss sehr hart bremsen und in den Schikanen die Randsteine einbeziehen."

"Das alles zusammen macht Monza sehr hart für die Autos, insbesondere für die Motoren, die Bremsen und die Aufhängungen", sagt der Spanier. Er warnt: "Es wird bestimmt kein einfaches Wochenende für uns, weil der Kurs unserem Auto eigentlich nicht gut liegen dürfte. Aber wir haben bei anderen Gelegenheiten, beispielsweise in Budapest, bewiesen, dass wir auch auf Strecken gut sein können, die uns theoretisch Schwierigkeiten machen sollten. Ich fahre immer gern nach Italien und freue mich auf das Rennen."

"Ich habe sehr gute Erinnerungen an Monza, weil ich dort 2005 im Formel-Renault-Eurocup die Meisterschaft gewonnen habe, und natürlich bin ich dort auch GP2 gefahren", berichtet Kobayashi voller Vorfreude. "Monza ist eine extreme Hochgeschwindigkeitsstrecke und verlangt viele harte Bremsmanöver. Ich mag den Kurs recht gern, obwohl ich denke, dass er für unser Auto schwieriges Terrain ist."

"Um unsere Chancen zu optimieren, müssen wir für das Auto die bestmöglichen Lösungen finden und dürfen uns am Wochenende keine Fehler erlauben", meint der Japaner, der zuletzt in Spa-Francorchamps vier wichtige Punkte für sich und das schweizerische Team holte. "Mein Ziel ist es auf jeden Fall, weitere Punkte zu sammeln, ehe wir anschliessend nach Asien weiterziehen."

"Das Rennen in Monza ist ein besonderes im Kalender. Die Atmosphäre und die Unterstützung durch die Fans sind wunderbar", sagt Technikchef James Key. "Der Kurs ist ein Unikum, die einzig extreme Hochgeschwindigkeitsstrecke der Saison. Alle Teams setzen bei ihren Autos auf minimalen Luftwiderstand, weil sich das angesichts der langen Geraden und wenigen Kurven lohnt. Wir werden ein speziell für Monza entwickeltes Aerodynamikpaket einsetzen. Es bietet verschiedene Optionen für den Heckflügel und Versionen für den Frontflügel."

"Das Entscheidende bei der Abstimmung ist, das richtige Abtriebs-Niveau zu finden und den besten Kompromiss für die schwierigeren Passagen wie die Lesmo-Kurven, die Ascari-Schikane und die Parabolica, aber auch hohe Bremsstabilität zu gewährleisten, weil diese einen bedeutenden Einfluss auf die Rundenzeit hat", erklärt der Brite. "Außerdem muss das Auto gut über die Randsteine fahrbar sein, jene in den ersten beiden Schikanen sind die wahrscheinlich höchsten im ganzen Jahr. Wenn das Auto das gut wegstecken kann, lässt sich Zeit gewinnen."

Man hat sich in Hinwil zwar speziell auch auf dieses Rennen vorbereitet, hält sich mit Kampfansagen aber vornehm zurück. "Es ist schwierig für uns, Erwartungen zu formulieren, weil Monza so einzigartig ist", meint Key. "Womöglich liegt die Strecke unserem Auto nicht sehr gut, deshalb werden wir hart arbeiten, um das maximal Mögliche zu erreichen."

Fotoquelle: Sauber

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