Red-Bull-Pilot Mark Webber gilt als einer der großen Titelfavoriten 2010

Formel 1 2010

— 04.09.2010

Webber will von Favoritenrolle noch nichts wissen

Nach dem Grand Prix von Belgien haben sich Lewis Hamilton und Mark Webber an der Spitze der WM-Tabelle etwas absetzen können: Red Bull im Vorteil?

Der Kampf um die Formel-1-Krone 2010 ist und bleibt ein Fünfkampf. Das betonen die Protagonisten immer wieder. Zwar haben sich Lewis Hamilton und Mark Webber nach dem Rennen in Spa-Francorchamps an der Spitze etwas Luft verschaffen können, doch immer noch sind Sebastian Vettel, Jenson Button und Fernando Alonso in Lauerstellung. Die WM ist noch offen. Rein rechnerisch könnte sogar Michael Schumacher als aktuell Zehnter noch Champion werden.

Der achte Titel für den Mercedes-Piloten ist natürlich nur noch theoretisch möglich, realistisch gesehen ist wohl selbst der Meisterschaftszug für den sechstplatzierten Felipe Massa schon abgefahren. Genau dies könnte der Vorteil seines Ferrari-Teamkollegen Alonso werden. Die Italiener haben schon in Hockenheim eindeutig gezeigt, auf welches Pferd sie setzen. Einzig ein neuer Stallorder-Urteilsspruch des FIA-Weltrates in der kommenden Woche könnte den Spanier schnell aus der Entscheidung nehmen.

Hamilton hält nach seiner Siegesfahrt in Belgien den Platz an der Sonne. Auch in Monza geht McLaren als Favorit auf die Bahn, da der MP4-25 vor allem auf den Geraden extrem schnell ist. Vorteil für die Briten? Kurzfristig ja, mittelfristig allerdings eher nicht. "Mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza kommt jetzt nur noch ein Mal Hamilton-Land", sagt Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner in der 'Auto Bild Motorsport' . Der 'RTL'-Kommentator weiter: "Danach kommt Red-Bull-Land und damit Webber-Territorium."

Die Strecken in Singapur, Japan, Südkorea, Brasilien und Abu Dhabi verlangen eine gute aerodynamische Effizienz. In genau dieser Disziplin war Red Bull mit dem RB6 in diesem Jahr oft deutlich am besten. "Erst mal abwarten", will Webber von seinen großen Chancen auf den Titel nicht allzu viel wissen. "Es sind noch zu viele Punkte zu vergeben." In den verbleibenden sechs Läufen sind maximal 150 Punkte zu holen, es kann sich noch vieles ändern.

"Ich will den Titel holen" - mit diesen Worten untermauert Vettel, dass er sich trotz der Pleiten in Ungarn und Belgien immer noch auf einem guten Wege sieht. "Marks Chancen sind natürlich deutlich größer, aber die Ferrari-Stallorder-Verhandlung am kommenden Mittwoch kann die Situation schnell ändern", erklärt Red-Bull-Berater Helmut Marko. Hintergrund: Sollte Ferrari nachträglich aus der Hockenheim-Wertung genommen werden, gewinnt Vettel zehn, Webber hingegen nur vier Punkte hinzu.

Sollte sich ein solches Szenario ergeben, wäre der Heppenheimer plötzlich wieder näher dran, die Situation im internen Red-Bull-Kampf völlig offen. "Wir konzentrieren uns nicht auf einen Fahrer, sondern darauf, die WM zu gewinnen", verspricht Marko erneut keine Eingriffe von außen. Auch bei McLaren wird man weiterhin keine Stallorder anwenden. "Es wird nicht einfach, denn einige der kommenden Strecken liegen unserem Auto nicht. Aber wir gehen kämpferisch in die verbleibenden Rennen", verspricht Titelverteidiger Button.

Fotoquelle: xpb.cc

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