F-Schacht-Frage: Lassen die Teams die Luftschnorchel in Monza tatsächlich weg?

Formel 1 2010

— 06.09.2010

Monza: Schicht im F-Schacht?

Viele Teams halten sich den Einsatz des F-Schachts in Monza noch offen - Williams-Technikchef Sam Michael versteht die Diskussionen nicht

Mit der ursprnglichen Ankndigung seitens McLaren, man werde den F-Schacht in Monza nicht einsetzen, sorgten die Briten fr einige Verwirrung. Warum nimmt ausgerechnet jenes Team von diesem Element auf der Highspeedstrecke Abstand, obwohl es das wohl am besten entwickelte System zur Verfgung hat? Andere Teams gerieten ins Grbeln und halten sich eine Entscheidung ber den Einsatz des F-Schachts bis zum Rennwochenende offen.

McLaren hat die ursprnglichen Aussagen mittlerweile relativiert. Man will offenbar am kommenden Freitag in Monza zuerst einige Vergleichstests absolvieren und dann ber den F-Schacht entscheiden. Ferrari und Toro Rosso absolvierten spezielle Probefahrten auf der Geraden der italienischen Rennstrecke Vairano, um Erkenntnisse zu gewinnen.

Viele Teams knnen derzeit offenbar nicht einschtzen, wie der F-Schacht mit der speziellen Monza-Aerodynamik fr extrem wenig Anpressdruck funktioniert. An allen Fahrzeugen wird man in Italien spezielle Flgelvarianten einsetzen, um den Luftwderstand auf der schnellen Strecke mglichst gering zu halten. "Ich verstehe nicht, warum der F-Schacht fr Monza solch ein Thema ist", sagt Williams-Technikchef Sam Michael.

"Beim Monza-Flgel, den wir haben, gibt es trotzdem einen erheblichen Unterschied im Luftwiderstand. Ich wei berhaupt nicht, warum man den F-Schacht nicht nutzen sollte", zeigt sich Michael angesichts der anhaltenden Diskussionen berrascht. "Viele sagen, dass der Effekt mit einem Monza-Flgel nicht mehr vorhanden ist. Aber das stimmt nicht. Der Flgel wird in den Stall-Bereich gebracht. Wenn der Luftstrm abreit, dann reit er ab. Das ist fr uns berhaupt keine Frage. Ich denke, jeder wird den F-Schacht nutzen."

Auch Renault und Red Bull haben noch nicht entschieden, welche aerodynamische Variante sie in Monza fahren werden. Fest steht: In Italien ist Topspeed auf den langen Geraden gefragt. Genau in dieser Disziplin hatte McLaren zuletzt mehrfach einen guten Stand. Gut mglich also, dass die von den Briten entfachte Debatte einfach nur ein taktischer Schach(t)zug war.

Fotoquelle: xpb.cc

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