Jean Todt und die FIA haben die Affäre von Hockenheim nochmals genau untersucht

Formel 1 2010

— 09.09.2010

Todt: Ferrari konnte keine Schuld nachgewiesen werden

FIA-Präsident Jean Todt nimmt Stellung zum Urteil in Sachen Ferrari: Der Weltrat konnte dem Team nicht nachweisen, Teamorder angewendet zu haben

Einige Wochen musste Ferrari um den Doppelsieg von Hockenheim bangen, nun hat der Weltrat der FIA seine Entscheidung verkündet: Neben der Strafe über 100.000 US-Dollar, welche die Rennleitung vor Ort ausgesprochen hatte, muss der italienische Rennstall keine weiteren Sanktionen fürchten. FIA-Präsident Jean Todt erklärt in einer Stellungnahme, wie das Gremium zu diesem Ergebnis kam.

"Bevor man jemanden verurteilt, muss man beweisen, dass eine Schuld vorliegt. Wir haben die Beteiligten befragt und alle haben verneint, dass es eine Teamorder gab", erklärt Todt im Gespräch mit der 'BBC'. Der französische Verbandsfunktionär muss allerdings gestehen, dass er den Eindruck gehabt habe, dass es sich in Hockenheim um einen arrangierten Platztausch gehandelt habe.

Aber weshalb wurde Ferrari dann nicht wenigstens mit einem Punktabzug bestraft? "Das sollte man die Leute fragen, die darüber beraten haben", meint Todt - der FIA-Präsident war der Versammlung fern geblieben und hatte sich durch den Juristen Jean-Pierre Martel vertreten lassen. Für Todt ist die "Teamorder-Affäre" erledigt, das Ergebnis von Deutschland stehe mit der Zieldurchfahrt fest.

Dabei hatte Fernando Alonso den ersten Platz belegt, Felipe Massa war als Zweiter über die Linie gekommen - nachdem der Brasilianer seinen Ferrari-Teamkollegen nach zwei Dritteln der Distanz vorbeigelassen hatte, um ihm Position eins zu überlassen. Laut Carlos Gracia, dem Präsidenten des spanischen Automobilverbandes, sei die Verantwortung für diese Aktion bei Massa zu suchen.

Gracia schildert bei 'Cadena SER' seine Sicht der Dinge zu den Vorfällen von Hockenheim: "Man sagte Massa, dass er langsamer sei als Alonso, um ihn zu motivieren. Weil ihn diese Nachricht erboste, entschied sich Massa dazu, Tempo herauszunehmen. Das führte zu Spekulationen", meint Gracia. Mit der Anhörung und der Urteilsverkündung von Paris ist dieses Thema aber abgeschlossen.

Fotoquelle: xpb.cc

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