Christian Horner blickt dem Rest der Saison sehr optimistisch entgegen

Formel 1 2010

— 11.09.2010

Horner sagt McLaren den Kampf an

Bei Red Bull ist man zuversichtlich, McLaren sogar in Monza herausfordern zu können und anschließend auf allen Strecken stark zu sein

Die Tagesbestzeit von Sebastian Vettel gestern in Monza sorgte im Fahrerlager für Stirnrunzeln. Denn die Hochgeschwindigkeitsstrecke gilt ganz im Gegensatz zu Barcelona, Budapest und Co. überhaupt nicht als Red-Bull-Terrain. Der RB6 ist an und für sich besonders auf Strecken mit vielen schnellen Kurven konkurrenzfähig, weil er dort seine größte Stärke, den aerodynamischen Anpressdruck, voll ausspielen kann.

Doch dass Mark Webber im zweiten Freien Training stehenblieb, führte bei der Konkurrenz zu Spekulationen: "Mark rollte ohne Sprit aus", vermutet Topfavorit Lewis Hamilton, der Red Bull die offizielle Erklärung für das technische Problem (Wasserleck) nicht abnimmt: "Ja, das glaube ich denen sofort!" Doch Teamchef Christian Horner winkt gegenüber 'Motorsport-Total.com' ab: "Wir haben unser normales Programm verfolgt, nichts Ungewöhnliches."

"Der gestrige Tag war eine sehr angenehme Überraschung, denn auf dem Papier ist Monza mit Abstand unsere schlechteste Strecke. Doch gestern war ein positiver Tag", sagt der Brite. "Allerdings gibt es am Freitag keine Punkte. Heute Morgen werden wir schon einen besseren Eindruck bekommen." Denn am Samstagmorgen testen traditionell die meisten Teams auch im Hinblick auf das Qualifying, sodass sich etwaige Benzinvorteile von gestern relativieren sollten.

Horner lässt sich wegen der Vettel-Bestzeit aber nicht in die Favoritenrolle drängen, sondern sieht diese immer noch bei McLaren und - mit Abstrichen - Ferrari: "Ich glaube nach wie vor, dass die McLarens sehr stark sein werden, auch Ferrari macht einen schnellen Eindruck. Es sieht aber danach aus, dass wir es mit ihnen aufnehmen können", gibt sich der Red-Bull-Teamchef vor dem Grand Prix von Italien zuversichtlich.

Noch zuversichtlicher ist er für den Rest der Saison, denn mit Spa-Francorchamps und Monza hat Red Bull dann alle auf dem Papier schlechten Strecken für den RB6 überstanden: "Auf Japan freuen wir uns und Südkorea wird interessant. Es gibt eigentlich keine Strecken mehr, auf denen wir nicht konkurrenzfähig sein sollten", frohlockt Horner und betont erneut: "Monza ist sicher die größte Herausforderung für uns."

Dass Red Bull auch auf Strecken konkurrenzfähig ist, auf denen das 2009 nicht der Fall war, sei "wirklich ermutigend. Es lief zum Beispiel in Valencia ganz gut, wo wir im Vorjahr Probleme hatten, und in Montréal waren wir dieses Jahr auch schnell. Monza war im Vorjahr wirklich schwierig für uns. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir für dieses Rennen in diesem Jahr einen Schritt nach vorne gemacht haben", so Horner abschließend.

Fotoquelle: xpb.cc

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