Fernando Alonso sicherte sich beim Heimrennen für Ferrari die Pole-Position

Formel 1 2010

— 11.09.2010

Rot im Rausch: Pole-Position für Alonso!

Fernando Alonso sorgt für Partystimmung in Monza: Pole-Position beim Ferrari-Heimspiel vor Jenson Button und Felipe Massa - Sebastian Vettel nur Sechster

Ausgerechnet Ferrari hat im Qualifying von Monza die Pole-Position-Serie von Red Bull brechen können. Fernando Alonso zauberte bei herrlich sonnigen Bedingungen und guter Stimmung auf den Tribünen im entscheidenden dritten Abschnitt eine regelrechte Traumrunde auf die Bahn und sicherte sich in 1:21.962 Minuten die Spitze. Der Spanier war der einzige Fahrer, der somit unter 82 Sekunden bleiben konnte.

Die großen Ferrari-Festspiele am Samstag hatten sich schon in Q2 angedeutet. Auch dort hatte Alonso die beste Runde erzielt. Es stellte sich schon dort heraus, dass Ferrari am besten von frischen weichen Pneus profitieren kann. Die Italiener legten im Vergleich zur Konkurrenz deutlich mehr zu. Außerdem hatte Alonso das große Glück, im entscheidenden Run eine freie Runde zu erwischen.

McLaren hat dennoch nach wie vor große Chancen auf einen Monza-Erfolg. Jenson Button (2./1:22.084) konnte sich mit F-Schacht und viel Heckflügel deutlich besser präsentieren als Teamkollege Lewis Hamilton (5./1:22.623). Der Weltmeister von 2008 zahlte den Preis für sein Aerodynamikpaket für wenig Abtrieb. Das Auto lag unruhig, Hamilton machte auf seinen schnellen Runden einige kleine Fehler, die ihn zurückwarfen.

Auf den allerletzten Drücker hatte Alonsos Teamkollege Felipe Massa noch einen Angriff gewagt. Doch der Brasilianer schaffte es nicht mehr, musste sich letztlich in 1:22.293 Minuten auf Rang drei einreihen. "Fantasisch", bejubelte Ferrari-Präsident das Teamergebnis im Qualifying. "Umso schöner, dass es ausgerechnet hier in Monza passiert." Bei den Roten spürt man Erleichterung, immerhin hatte man seit 30 Rennen keine Pole mehr.

Red Bull darf am Rennsonntag vielleicht auf das Podest, aber kaum auf den Sieg hoffen. Der RB6 war in der Zeitenjagd einfach nicht schnell genug. Überraschend präsentierte sich Mark Webber (4./1:22.433) nach vielen technischen Problemen in den Trainings nun stärker als Sebastian Vettel (6./1:22.675). "Wir haben die Zeit auf den Geraden verloren", sagt der Deutsche. Der Heppenheimer konnte mit weichen Pneus kaum noch zulegen. Ein Phänomen, das auch bei McLaren zu erkennen war.

Erfolgreiche Schadensbegrenzung betrieb Nico Rosberg, der sich mit einer guten Runde in Q3 in 1:23.027 Minuten auf Platz sieben wuchten konnte. "Es war okay", so der Mercedes-Pilot. "Aber wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, mit Platz sieben zufrieden zu sein. Wir wollen eigentlich gewinnen", sagt Rosberg. Michael Schumacher scheiterte als Zwölfter bereits in Q2. Der Rekordchampion liegt in Monza konstant hinter Rosberg zurück.

Ein anderer Deutscher bestätigte unterdessen seinen guten Aufwärtstrend. Nico Hülkenberg (8./1:23.037) setzte sich knapp gegen Robert Kubica (9./1:23.039) durch, Williams-Teamkollege Rubens Barrichello setzte sich in 1:23.328 Minuten auf Platz zehn. Diesen Platz hätte Adrian Sutil nur zu gerne gehabt, aber es reichte für den Force-India-Piloten nicht.

Sutil fehlten am Ende von Q2 nur wenige Hundertstelsekunden zum Einzug in die letzte Runde. Nach Platz zwei im Vorjahr muss der Gräfelfinger nun von Platz elf ins Monza-Rennen gehen. Aber es hätte noch viel schlimmer kommen können: Teamkollege Vitantonio Liuzzi hatte technische Probleme und schied bereits in Q1 enttäuscht aus.

Während die Mittefeldmannschaften Toro Rosso und Sauber erwartungsgemäß in Q2 keine Chance mehr hatten, offenbarte Renault-Rookie Vitaly Petrov klare Schwächen in Monza. Der Russe kam nie annähernd an die Zeiten seines Teamkollegen Kubica heran und fiel eigentlich nur auf, als er Timo Glock blockierte. Die Rennkommissare leiteten eine Untersuchung gegen Petrov ein, deren Ergebnis nun noch aussteht.

Den Kampf um die Position als bester Mann der neuen Teams musste Glock unterdessen mit stumpfen Waffen angehen. Der Wersauer legte zunächst gute Runden hin, konnte aber später nicht entscheidend nachlegen. "Beim letzten Reifensatz hatte ich hinten kaum Grip, der Wagen war sehr unruhig, daher ging nicht mehr", so Glock, der sich somit hinter den Lotus-Piloten einreihen musste. Noch schlimmer: Glock wird wegen eines Getriebewechsels noch weiter nach hinten versetzt.

Fotoquelle: xpb.cc

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