Robert Kubica kann mit seinem neunten Startplatz in Monza recht gut leben

Formel 1 2010

— 11.09.2010

Kubica verzockt sich in der Zeitenjagd

Robert Kubica setzte im Monza-Qualifying auf die falsche Strategie - Von Platz neun will der Renault-Pilot noch nach vorne fahren

Robert Kubica prsentierte sich in der Zeitenjagd von Monza mal wieder als Renault-Einzelkmpfer. Whrend Vitaly Petrov nicht recht auf Tempo kam, marschierte der Pole durch die ersten zwei Qualifyingabschnitte und setzte dann in Q3 auf eine falsche Taktik. Es bliebt am Ende Rang neun hinter den starken Deutschen Nico Rosberg und Nico Hlkenberg.

"Vor dem Qualifying hatten wir das Gefhl, dass es mit dem Einzug in Q3 knapp werden knnte, denn der Wagen fhlte sich am Morgen nicht mehr so gut an wie am Freitag", berichtet Kubica. "Wir haben kleine nderungen vorgenommen, die sich auszahlten. In den ersten beiden Qualifyingabschnitten lief es berraschend locker. In Q2 waren wir berrascht, dass wir so leicht weiterkommen konnten."

"Im letzten Abschnitt standen wir vor einer Entscheidung. Wir hatten zwei frische Reifenstze", sagt der Pole, der sich schlielich dafr entschied, auf einem Satz eine, auf dem zweiten Satz zwei Runden zu drehen. "Das ging nicht auf. Ich konnte zwar meine Rundenzeit von Q2 wiederholen, aber wir hatten das Gefhl, dass das nicht ausreicht. Deswegen ging ich mit dem zweiten Satz auch noch raus."

Renault entschied sich vor dem Samstag fr die weitere Verwendung des F-Schachts. "Wir hatten Zweifel", gibt Kubica zu. "Wir haben noch nicht viel Erfahrung damit. Aber als wir merkten, dass das System nach Wunsch arbeitet und die Simulationen uns bekrftigten, haben wir uns entschieden, es am Wagen zu lassen. Auerdem ist es einfacher als mit dem extrem flachen Monza-Flgel erstmal die richtige Richtung zu finden."

"Auch die Situation bei McLaren hat uns bekrftigt. Jenson steht gegen Lewis ziemlich gut da", meint der Krakauer mit Blick auf die silberne Konkurrenz. "Das Rennen wird schwierig, weil wir nicht gerade die Topspeed-Knige sind. In Monza kann immer viel passieren. Der Start ist hier besonders wichtig, denn in der Zufahrt zur ersten Kurve kann man ganz gut berholen."

"Die erste Kurve ist hier traditionell knifflig. Wenn du einen anderen berhrst oder ber die Randsteine ruberst, dann wird dein Wagen gleich ausgehebelt. Auch die zweite Schikane ist nicht einfach. Da kann viel passieren", erklrt der Renault-Pilot mit blick auch auf die hohen Randsteine in Monza. "Man kann aber keine Randsteine erfinden, die allen gut passen. Wenn du dort drauffhrst, dann ist alles schnell auer Kontrolle. Es ist schwierig."

Auffllig im Qualifying in Monza war, dass kaum jemand von weichen Reifen deutlich profitieren konnte. "Das haben wir schon mehrfach erlebt. Aber speziell in Monza gibt es wenige Kurven, also wird es wohl kaum eine Sekunde bringen knnen. Drei oder vier Zehntel haben die weichen Reifen aber trotzdem gebracht", meitn Kubica.

Fotoquelle: Renault

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