Auch bei Start und Ziel muss noch eine Menge gearbeitet werden...

Formel 1 2010

— 15.09.2010

Südkorea: Fertig auf den letzten Drücker?

Am 21. September wird Charlie Whiting die Strecke in Südkorea inspizieren, weshalb die Betreiber bis spätestens 20. September fertig werden wollen

Nach hartnäckigen Gerüchten während der Sommerpause scheint sich nun der Glaube an den Grand Prix von Südkorea am 24. Oktober doch zu verdichten. Dass Karun Chandhok am 4. September immerhin erste Demorunden in einem Red Bull absolviert hat, stimmt den Formel-1-Zirkus zuversichtlich, dass das Rennen plangemäß stattfinden kann.

Doch die Fertigstellung wird voraussichtlich erst auf den allerletzten Drücker erfolgen: "Wir werden die Strecke am 20. September fertigstellen, denn am 21. September kommt Charlie Whiting (FIA-Inspektor; Anm. d. Red.) her", wird Jason Cho, Chef des Korean International Circuit (KIC), von 'Associated Press' zitiert. "Sie wird fertig sein - sie muss fertig sein. Wenn nicht, dann haben wir keinen Event, also werden wir innerhalb der nächsten zehn Tage fertig werden."

Fragezeichen hinter dem Asphalt

Die Fahrbahn selbst scheint bereits betriebsfähig zu sein, doch Sorgen bestehen weiterhin, ob der noch relativ frisch aufgetragene Asphalt den Belastungen eines kompletten Formel-1-Wochenendes standhalten wird. Normalerweise muss neuer Asphalt auf Rennstrecken mindestens acht Wochen lang aushärten, weil er ansonsten aufbrechen kann. Doch zumindest wird die Fahrbahn grundsätzlich fertig sein, wenn die Teams dort ankommen.

"Wir arbeiten schnell und erledigen unsere Aufgaben", unterstreicht Peter Baek, Stellvertretender Marketingleiter von Veranstalter KAVO. "Bei der Fußball-WM 2002 und bei den Olympischen Spielen 1988 wurden wir auch ständig gefragt, ob wir fertig werden, aber wir haben es immer hinbekommen. Europäer haben einen Zeitplan und wollen sich daran so gut wie möglich halten, aber Südkoreaner bekommen es immer irgendwie auf die Reihe."

Ein Lokalaugenschein von 'Motorsport-Total.com' vor Ort hat jedoch ergeben, dass nicht die Strecke oder die Anlagen zum größten Problem werden könnten, sondern die Zufahrtswege. Am 2. September war gerade mal eine einzige zum KIC führende Straße fertig. Außerdem liegt die nächstgelegene Stadt Mokpo am Gelben Meer drei Zugstunden von der Strecke entfernt. Vom Bahnhof zum KIC-Haupteingang sind es dann noch einmal 30 Autominuten.

Verkehrskonzept mit Schwächen

"Was den Transport angeht, gibt es nicht genug Flüge nach Mokpo", gesteht Baek Schwächen im Verkehrskonzept ein. "Während des Grand-Prix-Wochenendes wird es aber Charterflüge, Büsse, Züge und alle möglichen öffentlichen Transportmöglichkeiten geben. Normalerweise sind es mit dem Auto vier Stunden von Mokpo an die Strecke. Selbst bei starkem Verkehr rechne ich aber mit nicht mehr als viereinhalb Stunden."

Wer also glaubt, am Samstag nach dem Qualifying eine heiße Partynacht erleben zu können, der irrt gewaltig. Denn im KIC-Areal in der Provinz Yeongam gibt es - abgesehen von ein paar Hotels - nichts, wo man sich die Zeit vertreiben könnte. Böse Zungen unken bereits, dass Magny-Cours im Vergleich zu Südkorea der reinste Party-Grand-Prix war. Auch die zwölf Teams dürfte die schlechte Infrastruktur vor einige Probleme stellen.

Fotoquelle: Michael Lok

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