Eddie Irvine schießt scharf gegen Michael Schumacher und Felipe Massa

Formel 1 2010

— 15.09.2010

Irvine: "Schumacher hatte es 2006 nicht mehr drauf"

Eddie Irvine glaubt, dass Schumacher schon bei Ferrari nicht mehr in Topform war und Massa deswegen zu unrecht zur Weltklasse gezählt wurde

Eddie Irvine stand bei Ferrari jahrelang im Schatten von Michael Schumacher. Nach Ende seiner Formel-1-Karriere tauchte der exzentrische Ire ab, doch wenn er sich zu Wort meldet, dann meist mit markigen Aussagen. Da macht auch das Interview keine Ausnahme, das er kürzlich der 'BBC' gab. Diesmal in der Kritik: Michael Schumacher und Felipe Massa.

Seiner Meinung nach beweist die Debütsaison von Fernando Alonso bei den Roten aus Maranello, dass sowohl der Deutsche gegen Ende seiner Ferrari-Karriere, als auch der Brasilianer keine außergewöhnlichen Leistungen brachten. "Felipe glaubte bisher, dass er extrem schnell ist, denn diesen Eindruck machte er an der Seite von Michael. Gegen Ende von Michaels Karriere bei Ferrari lag nicht viel zwischen ihnen", erinnert sich Irvine. Und kombiniert nun: "Alonso kam zu Ferrari und zeigte uns, dass nicht Felipe immer besser wurde, sondern dass Michael es gegen Ende seiner Ferrari-Zeit einfach nicht mehr so drauf hatte."

Warum Irvine an Massa zweifelt

Irvine versetzt sich nun in Massas Lage: "Er versucht jetzt, herauszufinden, wie er schneller werden kann, denn genau das ist sein Problem. Alonso ist einfach eine Spur schneller. Er ist extrem stark und war immer schon extrem schnell."

Doch nach der Stallorder kam schon beim Ferrari-Heimrennen in Monza der nächste Tiefschlag für Massa, wie Irvine vermutet: "Ich glaube nicht, dass Felipe sehr glücklich war. Fernando gewann das Rennen und leistete hervorragende Arbeit. Es war eine perfekte Leistung von ihm. Er holte die Pole und machte danach keinen Fehler, auch wenn er dieses Jahr verglichen mit dem, was wir von ihm gewohnt sind, schon oft patzte. Denn das war immer das Besondere an ihm, dass er unter Druck im Gegensatz zu Michael nie wirklich Fehler machte. Doch mit seinem Sieg in Monza hat er die Weltmeisterschaft wieder belebt - er ist in Topform, er fliegt."

Hamilton für Irvine trotz Kritik Titelfavorit

Während Irvine voll des Lobes für Alonso ist, gibt es hingegen Kritik für Lewis Hamilton. "Ich dachte, dass es für ihn ziemlich gut aussieht, doch in Monza hat er versagt", analysiert Irvine. "Lewis ist zu 100 Prozent ein Racer. Er ist einer, der immer alles gibt, doch jetzt hat er Mist gebaut. So fährt er eben."

Dass die beiden WM-Leader Hamilton und Mark Webber in Italien keine Erfolgserlebnisse hatten, gefällt Irvine: "Großartig, dass es so gekommen ist. Leute wie Alonso oder Jenson Button, die nach Spa schon chancenlos schienen, sind jetzt wieder da. Das ist fantastisch für die Formel 1." Doch wer wird am Ende die Nase vorne haben, Eddie? "Ich glaube immer noch, dass es vielleicht Hamilton wird - oder Webber", will er sich nicht festlegen. "Man kann es nicht wirklich sagen. Es ist alles offen."

Fotoquelle: xpb.cc

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