Kimi Räikkönen ist WRC-Zehnter und mit Abstand schlechtester Citroën-Pilot

Formel 1 2010

— 16.09.2010

Räikkönen bestätigt Anfrage bei Renault

Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bemüht sich offenbar um das Renault-Cockpit - Red Bull mit seinem bisherigen Auftritt in der Rallye-WM nicht zufrieden

Eric Boullier überraschte in Monza mit der Aussage, dass Kimi Räikkönen wegen eines Renncockpits für die kommende Saison an ihn herangetreten sei. Tatsächlich hat zwischen dem Renault-Teamchef, dem Citroën-WRC-Piloten und dessen Manager Steve Robertson kürzlich ein erstes Gespräch stattgefunden.

"Es stimmt, ich habe mit Boullier gesprochen. Wir wollen alle möglichen Optionen für nächstes Jahr auskundschaften. Da haben sich Kimi und ich bei Renault nach der Situation erkundigt", bestätigt Robertson gegenüber 'Turun Sanomat'. Daraus schließen Branchenkenner, dass sich der ehemalige Formel-1-Weltmeister in der Rallye-WM doch nicht ganz so wohl fühlt, wie er immer behauptet, und sehr wohl in die Königsklasse zurückkehren möchte, sollte sich eine gute Gelegenheit bieten.

Dass Räikkönen 2010 nicht Formel 1 fährt, liegt unter anderem an einem Abkommen mit Ferrari, denn der Abschied aus dem Grand-Prix-Sport wurde ihm von seinem ehemaligen Arbeitgeber angeblich mit sieben Millionen Euro versüßt. Dieses Geld hätte er aber nicht bekommen, wenn er zu einem anderen Formel-1-Team gewechselt wäre. Das Engagement in der Rallye-WM verlief jedoch weniger erfolgreich als erhofft - auch für Hauptfinanzier Red Bull.

"An Publicity ist noch nicht so viel rübergekommen, wie wir uns erwartet haben, aber das hängt auch damit zusammen, dass Räikkönen relativ oft Unfälle baut und die Resultate ausgeblieben sind", erklärt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Sehr zufrieden" sei er mit Sébastien Loeb und Sébastien Ogier; das Projekt Räikkönen funktioniere aber nur mit Siegen: "Wenn der sportliche Erfolg da ist, dann ist der Werbeeffekt genauso da. Das geht Hand in Hand."

Ob Red Bull die Rallyekarriere des finnischen Superstars weiterhin finanzieren wird, steht derzeit noch nicht fest: "Momentan hat einmal die Formel 1 Priorität", stellt Marko klar. Erst wenn sich dort die Situation im Titelkampf entspannt, werde man darüber nachdenken, wie man sich in allen anderen Kategorien aufstellt. Das schließt die US-Stockcar-Meisterschaft NASCAR mit ein, mit der Räikkönen zuletzt ebenfalls in Verbindung gebracht wurde.

Ab 2012, so Gerüchte in den USA, soll der 30-Jährige im Sprint-Cup für das von Jay Frye geleitete Red-Bull-Team an den Start gehen. Doch offenbar handelte es sich bei der entsprechenden Meldung auf der offiziellen NASCAR-Internetseite um eine "Ente": "Es gibt alle möglichen Gerüchte", dementiert Robertson. "Ich habe sogar gehört, dass Kimi in die NASCAR wechseln könnte. Das ist definitiv keine Option."

Fotoquelle: Citroen

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