Vieles steht schon, einiges ist noch zu machen: Der Kurs gleicht einer Baustelle

Formel 1 2010

— 17.09.2010

Korea verspricht: "Die Strecke wird bereit sein"

Streckenmanager und Promoter des Korean International Circuits wollen sich ins Zeug legen, um die Deadline der FIA auf jeden Fall zu schaffen

Je mehr Tage ins Land gehen, umso grer werden die Zweifel: Rund einen Monat vor der anvisierten Rennpremiere in Sdkorea ist noch immer nicht klar, welche Bedingungen der Formel-1-Zirkus in der Region Yeongam vorfinden wird - noch ist der Korean International Circuit, auf dem die "Knigsklasse" am 24. Oktober 2010 ihr Debtrennen bestreiten soll, nmlich noch nicht bereit fr einen Grand Prix.

Die Bauarbeiten unter Streckenmanager Jason Cho schreiten weiter voran, doch noch ist einiges zu tun: Bis zum 21. September mssen die zahlreichen Helfer noch eine dritte Asphaltschicht auftragen sowie smtliche Restarbeiten an Strecke und Infrastruktur abschlieen. Mit 15-Stunden-Schichten rcken die Koreaner ihren Aufgaben tagtglich zuleibe, aber das Ergebnis davon ist fraglich.

Cho selbst macht keinen Hehl daraus, wie gro der Druck ist, der auf ihm und seiner Arbeiterschaft lastet: "Ob ich gestresst bin? Schau' mir einfach ins Gesicht", sagt der Streckenmanager gegenber 'AP'. "Wir werden den kompletten Kurs innerhalb von zehn Tagen fertig stellen - bis zum 20. September. Charlie Whiting wird am 21. September bei uns zu einem Besuch vorbeischauen."

Das Regenwetter behindert die Bauarbeiten

"Die Strecke wird bereit sein. Sie muss bereit sein", gibt Cho rund eine Woche vor der Deadline der FIA zu Protokoll. "Wenn es uns nicht gelingt, alle Arbeiten abzuschlieen, werden wir keinen Event haben. Das heit: Die Bauarbeiten mssen in zehn Tagen erledigt sein", stellt der Kurschef klar, verweist allerdings auch auf die besonderen Umstnde der Bauarbeiten in der Region Yeongam.

"Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gab es sehr viel Regen. Man muss bedenken: All das war ein Sumpfgebiet und wir mussten uns erst einmal des Wassers entledigen. 70 Prozent der Arbeit bestand darin, den Untergrund zu festigen", meint Cho und fgt hinzu: "Wre es normaler Baugrund gewesen, htten wir das in nur einem Jahr geschafft. Diese Geschichte war aber etwas komplizierter."

"Wir sind allesamt Profis, doch in Korea haben wir keine Erfahrung darin, Rennstrecken mit Formel-1-Standard zu errichten. Htte es da eine Bauanleitung gegeben, an der wir uns htten orientieren knnen, wre alles viel einfacher gewesen und wir wren eher fertig geworden", sagt Cho. Die Rennordganisatoren der Korea Auto Valley Operation (KAVO), geben sich dennoch zuversichtlich.

Die Zuversicht ist gro: Korea schafft es

"Eine Strecke zu haben oder keine Strecke zu haben ist ein groer Unterschied", wird ein KAVO-Sprecher von 'AP' zitiert. "Im kommenden Jahr wird alles besser und dann werden wir eine viel grere Fanbasis in Korea haben. Das Schwierigste ist natrlich der Aufbau und die Leute fragen stndig nach, ob der Kurs fertig wird - obwohl wir den Event intensiv promoten und vermarkten."

"Die Leute glauben allerdings, dass die Rennbahn nicht bereit ist. Die koreanische Bauindustrie ist sehr fortschrittlich und operiert auf hohem Niveau. Wir arbeiten schnell und werden es hinbekommen", verspricht das KAVO-Unternehmen. "Wir haben es in der Vergangenheit mehrfach erlebt: Bei der Fuball-WM 2002 und bei den Olympischen Spielen 1988 gab es stets Nachfragen 'seid ihr bereit?'."

"Wir haben es aber noch immer auf die Reihe gekriegt und wir sind sehr zuversichtlich, dass der Rennplatz fertig gestellt sein wird. Wir sind fast soweit", heit es von Seiten der Organisatoren der KAVO. "Die Europer haben einen Zeitplan aufgestellt und wollen sich nach Mglichkeit daran halten. Wir Koreaner meistern unsere Aufgaben auf jeden Fall." Und nach Mglichkeit bis zum 21. September...

Fotoquelle: Michael Lok

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