Tony Fernandes geht mit viel Freude durch die erste Saison von Lotus

Formel 1 2010

— 17.09.2010

Fernandes: "Note Eins für Lotus"

Lotus-Teamchef Tony Fernandes über die bisherigen Fortschritte seines Teams und den Wechsel des Motorenpartners: Hydraulikprobleme als Ursache

Lotus hat sich zwar bisher als bestes der neuen Formel-1-Teams gezeigt, aber Virgin droht in den letzten fünf Rennen näher zu kommen. Die Briten rüsten noch einmal nach, während das neue Team von Tony Fernandes alle Ressourcen in die Entwicklung für 2011 steckt. Lotus plant zum kommenden Jahr den großen Sprung in die Punkte. Der Teamchef will seine Mannschaft ähnlich wie seine Fluglinie AirAsia wachsen lassen.

"Ich würde uns bisher die Note Eins geben", sagt Teamboss Fernandes gegenüber 'formula1.com'. "Ich würde sagen, dass wir bisher eine fantastische erste Saison erlebt haben. Es gab zwar Höhen und Tiefen, aber ich finde, dass allein unsere Teilnahme am ersten Rennen in Bahrain eine gewaltige Leistung war. Nach nunmehr 14 Rennen habe ich immer noch das Gefühl, dass ein Traum wahr wird."

Fernandes hat sein Team auf stabile Beide gestellt. "Wir liegen beim Budget punktgenau im Plan", sagt der Malaysier und bedankt sich in diesem Zusammenhang bei Technikchef Mike Gascoyne und seiner Mannschaft. "Wir müssen aber die Kosten im Blick behalten. Manche der Neuerungen, die zur Kostensenkung führen sollten, haben es sogar noch teurer gemacht", kritisiert Fernandes. "Das lockt nicht gerade neue Teams an."

Lotus verspricht einen Kampf gegen HRT und Virgin bis zum letzten Meter der Saison. Dabei kämpfen die drei neuen Teams in den letzten Rennen mit ungleichen Grundlagen. Lotus arbeitet voll am Fahrzeug für 2011, vor allem Virgin legt in den letzten Rennen dieses Jahres noch nach. "Das macht mich stolz", so Fernandes. "Denn wir konnten uns bisher trotzdem stets vor der Konkurrenz halten. Das ist gut für die Moral."

Für das kommende Jahr plant Lotus fest die ersten Punkte ein. Die aktuellen Piloten wird man offenbar halten, der Name wird in "Team Lotus" geändert und auf Motorenseite wechselt man zu Renault. "Wir sind mit Cosworth sehr zufrieden, aber unser Problem war die Hydraulik - wie man auch in Italien wieder sehen konnte. So etwas entwickelt man nicht selbst über Nacht. Daher der Wechsel", erklärt Fernandes.

Der Malaysier, dem unter anderem auch die Fluglinie AirAsia gehört, will noch lange Zeit Teamchef bleiben. "Ich wollte den Teilhabern von AirAsia immer zeigen, dass ich auch genügend Zeit für das Kerngeschäft übrig habe", sagt Fernandes. "Nach einem weiteren Rekordjahr für das Unternehmen sollte klar sein, dass ich beides machen kann. In Zeiten von Videokonferenzen, Blackberry, E-Mail und anderer Art von Kommunikation geht so etwas."

Fotoquelle: Lotus

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