Vitaly Petrov muss für einen neuen Vertrag sportliche Fortschritte zeigen

Formel 1 2010

— 18.09.2010

Renault: "Es ist schon witzig..."

Teameigner Gerard López über die Spekulationen zu Kimi Räikkönen, den Status von Vitaly Petrov und die Formel 1 als ausgezeichnete Business-Plattform

Wenige Wochen vor dem Ende der Formel-1-Saison 2010 wird in der Gerüchteküche wieder einmal mächtig viel Dampf produziert: Der ehemalige Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen liebäugelt demnach mit einem Formel-1-Comeback und fühlte durch seinen Manager schon einmal bei Renault vor. Gerard López, Teameigner des französisch-britischen Rennstalls, nimmt dies alles amüsiert zur Kenntnis.

"Es ist schon witzig", sagt der Luxemburger im Gespräch mit 'Autosport'. "Jetzt, wo die Dinge gut bei uns laufen, denken die Leute, wir würden unsere Fahrer austauschen. Es gibt einen gewissen Rallypiloten, der kein Interesse mehr an der Formel 1 hatte, nun aber einen Kontakt herstellte. Er liebäugelt mit einer Rückkehr in die Formel 1 - witzigerweise bei uns. Soweit sind wir aber noch nicht."

Ganz im Gegenteil: López stärkt seinem Piloten Vitaly Petrov - Robert Kubica hat sich ohnehin langfristig an das Team gebunden - nochmals den Rücken. "Vitaly ist kein Bezahlfahrer", stellt der Geschäftsmann klar und fügt im Hinblick auf Lada hinzu: "Die Sponsoren, die er mitbrachte, sind ganz sicher gute Geldgeber. Vitaly hatte allerdings keine so große Mitgift, wie die Leute glauben."

"Außerdem ist er ein guter Fahrer. Im vergangenen Jahr war er Gesamtzweiter in der GP2 und hätte die Meisterschaft mit Leichtigkeit für sich entschieden, wenn er nicht sechs Defekte erlitten hätte. Hinter ihm stehen 250 Millionen Menschen, die an ihn glauben und die allesamt Russisch sprechen. Wir wären dumm, anzunehmen, dass sich dadurch keine Geschäftsmöglichkeiten ergeben."

"Wir müssen aber an ihm arbeiten. Für uns ist er ein genauso wichtiges Element wie Robert", gibt López zu Protokoll und betont, dass ihm speziell der Businessaspekt der Formel 1 "sehr wichtig" sei. "Wir nutzen die Formel 1 als Business-Plattform und müssen unser Team zum Erfolg treiben. Das ist auch eine Image-Frage. Die Leute wollen schließlich Geschäfte mit Siegerteams machen."

"Das geht also Hand in Hand", meint der Teameigner von Renault und merkt an: "Wir haben das Team stabilisiert, nun wollen wir diese Business-Plattform ausnutzen. Darauf können wir uns 2011 konzentrieren. Wir haben Interesse daran, dass dieses Team wieder gewinnt und Titel einfährt. Wenn alles gut läuft, werden wir auch in zehn Jahren noch mit von der Partie sein", hält López fest.

"Und egal, wie oft man uns danach fragt: Wir haben nicht vor, diesen Rennstall zu verkaufen", sagt der aus Luxemburg stammende Geschäftsmann in Bezug auf die vielen Gerüchte, die besagen, seine Mannschaft könnte bald das Handtuch werfen. Aber weit gefehlt, wie López erklärt: "Das ist kein Unternehmen wie jedes andere. Unser Stolz treibt uns an, allen das Gegenteil zu beweisen."

Fotoquelle: xpb.cc

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