Jones holte 1980 den Titel und ist der bisher letzte Weltmeister aus Australien

Formel 1 2010

— 21.09.2010

Jones: "Ich setze auf Webber"

Mark Webber hat für Ex-Weltmeister Alan Jones die besten Chancen die WM-Krone zu holen, vor allem weil er mental stärker ist als Vettel und Co

Am Wochenende fällt der Startschuss für das letzte Viertel der Saison. In den folgenden fünf Rennen in Asien und Südamerika wird sich früher oder später der neue Weltmeister herauskristallisieren. Vieles spricht aber dafür, dass die endgültige Entscheidung erst bei einem der letzten beiden Rennen in Brasilien und Abu Dhabi fällt. Nach wie vor können sich fünf Fahrer berechtigte Hoffnungen auf die WM-Krone machen. Alan Jones sieht dabei seinen Landsmann Mark Webber in einer guten Position.

Der Weltmeister von 1980 glaubt, dass der Red-Bull-Pilot nicht nur die stärkeren Nerven, sondern auch das bessere Auto für die letzten Rennen hat. Die Chancen, dass Webber den nächsten Grand Prix in Singapur gewinnt, schätzt Jones gegenüber 'AAP' als "sehr gut" ein. "Sein Auto wird auf dieser Strecke gut liegen. Ich glaube auch, dass die noch ausstehenden Rennen seinem Boliden entgegenkommen. Er wird das sicherlich wissen und deshalb wohl nicht enttäuscht sein."

Dass dem Red-Bull-Piloten mit Lewis Hamilton, Jenson Button und Fernando Alonso gleich drei ehemalige Weltmeister ganz dicht auf den Fersen sind, ist Jones dabei durchaus bewusst. "Er muss jedes Rennen so nehmen wie es kommt. Wenn er so weitermacht wie bisher, wird er keine Probleme bekommen", so der letzte australische Weltmeister, der einen guten Rat hat: "Das Wichtigste ist, nicht zu oft an die Meisterschaft zu denken. Man soll sich nicht auf seinem Erfolg ausruhen, aber auch nicht unnötig selbst unter Druck setzen."

Teamkollege Sebastian Vettel ist ebenfalls nach wie vor noch ein heißer Kandidat im WM-Rennen. Sollte es aber hart auf hart kommen und sich die beiden Teamkollegen um den Titel duellieren, sieht Jones seinen Landsmann im Vorteil: "Wenn es auf ein Psycho-Duell hinausläuft, würde ich immer auf Mark setzen. Mark hat einen steinigen Weg hinter sich. Er fuhr bei einigen nicht konkurrenzfähigen Teams. Ihm wurden im Gegensatz zu Vettel Steine in den Weg gelegt. Wenn es auf Kopfspielchen hinausläuft weiß Mark sicher besser damit umzugehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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