Bei der Personalie Vitaly Petrov geht es um mehr als nur sportliche Leistungen

Formel 1 2010

— 21.09.2010

Boullier: Was für Petrov spricht

Renault-Teamchef Eric Boullier spricht offen über die wirtschaftlichen Hintergründe, die für Pilot Vitaly Petrov sprechen

Kimi Räikkönen bei Renault? Dieses unwahrscheinliche Szenario hat in den vergangenen Tagen für viele Diskussionen gesorgt. Vor allem die Franzosen fühlten sich angesichts des angeblichen Interesses geschmeichelt. Aber es steckte noch mehr dahinter: Für Renault war die Räikkönen-Anfrage ein dankares Mittel, um den Durck auf Rookie Vitaly Petrov weiter zu erhöhen. Der Russe soll sportlich bessere Leistungen präsentieren, um somit eine Chance auf einen Folgevertrag zu bekommen.

"Wir müssen als Team erfolgreich sein, wenn wir die Formel 1 als Businessplattform nutzen wollen", wird Teamchef Eric Boullier von 'sportbusiness.com' zitiert. "Leute machen lieber mit erfolgrechen Teams Geschäfte - das geht also Hand in Hand. Wir müssen unser Team nun in diese Richtung aufbauen, damit wir die Businessseite der Plattform vernünftig bearbeiten können."

Genau dort liegt die Krux. Petrov öffnet möglicherweise lukrative Türen auf dem gigantischen russichen Markt, aber nur bei erfolgreichen Fahrten kann man dieses Potenzial erst richtig abschöpfen. "Es geht nicht darum, dass Vitaly ein Paydriver ist - das ist er nämlich nicht", sagt Boullier. "Es geht aber sehr wohl um die Sponsoren, die er mitgebracht hat."

Durch Petrov kam ein Deal mit dem Autohersteller Lada zustande. Sollte der Rookie am Ende der Saison seinen Hut nehmen müssen, dürfte sich auch das russische Unternehmen wieder zurückziehen. "Vitaly ist ein toller Fahrer, er war Zweiter in der GP2. Dort hätte er locker Meister werden können, wenn er nicht sechs Ausfälle gehabt hätte", sagt Boullier. "Aber er hat auch 250 Millionen russische Landsleute im Rücken, die ihm die Daumen drücken. Wir wären dumm, wenn wir dahinter kein Geschäft wittern würden."

Fotoquelle: xpb.cc

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