Nick Heidfeld ist wieder da: Fototermin vor dem Comeback in Singapur

Formel 1 2010

— 23.09.2010

Heidfeld: "Wollte unbedingt Rennen fahren"

Im Gespräch: Nick Heidfeld wurde geraten, weiterhin Pirelli-Testfahrer zu bleiben, aber der Deutsche wollte unbedingt wieder Rennen fahren

Nick Heidfeld ist wieder da: Nach 14 Rennen mehr oder weniger freiwilliger Pause kehrt der Deutsche beim Grand Prix von Singapur als Einsatzpilot in den Formel-1-Zirkus zurück. Sauber ist nach Mercedes und Pirelli sein dritter Job binnen eines einzigen Monats - und mit Sicherheit derjenige, auf den er sich am meisten freut...

Frage: "Nick, du bist wieder zurück. Kommt dir das wie ein Märchen vor?"
Nick Heidfeld: "Ja, das ist es. Es war als dritter Fahrer keine einfache Saison für mich, aber als das Angebot von Pirelli kam, für sie zu testen, war das ein wichtiger Schritt zurück ins Auto. Das ist vielleicht auch für nächstes Jahr ein Vorteil. Als ich aber die Chance bekam, ab Singapur für Sauber zu fahren, musste ich diese Chance ergreifen."

Comeback auf einer der Lieblingsstrecken

Frage: "Ist Singapur eine besonders schwierige Strecke für ein Comeback?"
Heidfeld: "Ja, aber darüber beschwere ich mich nicht, denn es ist eine meiner Lieblingsstrecken. Etwas Besseres könnte ich mir nicht wünschen."

Frage: "Sie führt gegen den Uhrzeigersinn, aber das trifft auf vier der nächsten fünf Strecken zu..."
Heidfeld: "Ich habe versucht, mich die ganze Saison hindurch fit zu halten. Ich saß zwar nicht im Auto, dafür aber oft im Simulator. Außerdem habe ich viele Testkilometer mit dem Toyota von Pirelli zurückgelegt. Das sollte helfen."

Frage: "Was nimmst du dir für dieses Rennen vor?"
Heidfeld: "Wie immer möchte ich das Maximum aus dem Auto herausholen, aber gerade am ersten Wochenende ist wichtig, mit dem Auto und den Reifen einen Rhythmus zu finden, denn ich bin mit diesem Auto noch keinen einzigen Meter gefahren und ich kenne die diesjährigen Reifen noch nicht, weil sie anders sind als im Vorjahr. Insofern ist es wichtig, schnell zu lernen."

Frage: "Kein Minimalziel?"
Heidfeld: "Normalerweise nehme ich mir keine besonderen Positionen vor, denn das ist sinnlos, wenn du nicht wie Red Bull das schnellste Auto hast - dann willst du natürlich gewinnen! Ich weiß ja nicht, wie gut die anderen Teams sind, wie gut unser Auto ist, ob wir technische Probleme haben und wie sich das Wetter entwickelt - da gibt es tausende Dinge zu bedenken. Ich werde nach dem Wochenende unabhängig vom Ergebnis entscheiden, ob ich mit meiner Leistung zufrieden bin oder nicht."

Frage: "Was erwartest du dir nach den Pirelli-Tests für nächstes Jahr?"
Heidfeld: "Es war sehr interessant, das Testprogramm mit Pirelli aufzunehmen und ihnen dabei zu helfen, den Reifen zu entwickeln. Ich finde, dass sie bisher einen sehr guten Job gemacht haben, denn sie hatten keine lange Lehrzeit, um einen Reifen für nächste Saison zu entwickeln."

Voll des Lobes für Pirelli

"Am Anfang haben wir vor allem an den Konstruktionen gearbeitet, dann an den Mischungen. Ihnen sind dabei große Fortschritte gelungen und ich gehe davon aus, dass sie für nächstes Jahr großartige Reifen produzieren werden. Es stehen noch ein paar Tests an und es ist schwierig vorherzusagen, was bei diesen Tests passieren wird, aber bisher waren sie zuverlässig und sie haben auch im Regen gut entwickeln. Das ist positiv."

Frage: "Und wie steht es um deine persönliche Zukunft im nächsten Jahr?"
Heidfeld: "Es ist kein Nachteil, dass ich für Pirelli getestet habe. Einige Leute sagen, dass es besser gewesen wäre, bei Pirelli zu bleiben, weil mein Vorteil für nächstes Jahr dann noch größer gewesen wäre, aber ich hatte die Chance bei Sauber und wollte unbedingt wieder Rennen fahren und einen guten Job machen. Ich habe nur für diese Saison unterschrieben. Die Situation für nächstes Jahr ist noch völlig offen. Starke Leistungen in den letzten fünf Rennen würden mir natürlich helfen."

Frage: "Hast du irgendwann einmal gedacht, dass deine Formel-1-Karriere beendet sein könnte?"
Heidfeld: "Nein, das habe ich nie gedacht. Natürlich kannst du dir nie hundertprozentig sicher sein, ob es klappt, aber wir standen stets mit Teams in Kontakt und es gab Anfragen von verschiedenen Teams. Daher war ich mir ziemlich sicher, dass ich zurückkehren würde."

Frage: "In Melbourne hast du den Vorsitz der Fahrergewerkschaft GPDA von Pedro de la Rosa übernommen. Wirst du den Vorsitz jetzt zurücklegen oder hast du vor, deine Aufgabe bis zum Saisonende zu erfüllen?"
Heidfeld: "Barrichello hat diesen Job vor zwei Rennen übernommen, wenn ich mich nicht irre. Zu dem Zeitpunkt war nicht sicher, ob ich weiter bei den Rennen sein würde, weil ich ja meinen Pirelli-Job hatte. Immer an der Strecke und bei den Meetings zu sein, ist als GPDA-Vorsitzender aber wichtig. Daher macht das jetzt Rubens."

Fotoquelle: xpb.cc

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