Fernando Alonso ist trotz eines weiteren Fehlers optimistisch für Singapur

Formel 1 2010

— 24.09.2010

Alonso: "Kein großes Problem"

Trotz seines vorzeitigen Trainingsendes glaubt Fernando Alonso, dass er mit Red Bull mithalten kann - Qualifying wohl mit F-Schacht-System

Fernando Alonso steht in der Freitags-Zeitentabelle von Singapur mit 1,058 Sekunden Rückstand nur auf dem vierten Platz, aber der Schein trügt: Im ersten Sektor war er um eine Zehntelsekunde schneller, im zweiten um eine langsamer als Spitzenreiter Sebastian Vettel - bis er einen Fehler machte und die Session vorzeitig beenden musste.

Frage: "Fernando, du warst auf einer sehr schnellen Runde, aber was ist dann passiert?"
Fernando Alonso: "Ich habe Kurve 19 zu spät angebremst. Dann habe ich den Rückwärtsgang eingelegt, um wieder auf die Strecke zu fahren, aber als ich den ersten Gang einlegen wollte, starb der Motor ab. Damit war die Session für mich beendet. Leider haben wir so die letzten 20 Minuten verloren, in denen wir noch etwas ausprobieren wollten, aber es ist kein großes Problem für morgen."

Keine Klagen über die Reifen

Frage: "Wie konstant sind die beiden Reifentypen?"
Alonso: "Wir haben natürlich versucht, die Reifen zu verstehen, und sind zuerst mit der härteren Prime-Mischung gefahren. Die war von der Konstanz und auch vom Grip her okay. Dann haben wir die weicheren Options genommen, die mehr Grip hatten, genau wie erwartet. Über die Konstanz kann ich nichts sagen, weil ich nicht genug Runden damit gefahren bin, aber Felipe sagt, dass die auch ganz gut sind. Ich denke, dass die Reifen hier im Rennen keine Probleme bereiten sollten."

Frage: "Die Zeitabstände sind recht groß, aber auf deiner schnellsten Runde, die du abbrechen musstest, warst du bis zur zweiten Zwischenzeit so schnell wie Sebastian Vettel. Wo glaubst du steht ihr im Vergleich zu Red Bull?"
Alonso: "Ich glaube, wir sind nahe an ihnen dran. Mit dem harten Reifen konnten wir mithalten, aber mit dem weichen Reifen konnte ich meine Runde nicht beenden. Ich schätze, dass sie noch ein paar Zehntel vor uns sind, aber hoffentlich können wir es morgen mit ihnen aufnehmen."

Frage: "Ihr seid verschiedene Aeroeinstellungen gefahren. Was hast du daraus gelernt und hast du schon entschieden, ob du morgen den F-Schacht verwenden wirst?"
Alonso: "Wir haben besonders in der ersten Session einige neue Teile ausprobiert und uns in der zweiten Session auf den F-Schacht konzentriert, um zu sehen, was die beste Lösung ist. Im Moment ist das Bild nicht klar, wir müssen noch mehr Daten analysieren, aber ich denke, dass wir den F-Schacht eher schon einsetzen werden. Er hat gut funktioniert, also sollten wir normalerweise damit fahren."

Fehlerquote nicht höher als sonst

Frage: "Findest du, dass die fünf Topfahrer bisher mehr Fehler gemacht haben, als das sonst während einer WM-Saison üblich ist?"
Alonso: "Schwer zu sagen. Wenn du ein Auto hast, das besser als alle anderen Autos ist, dann gehst du ganz anders an die Rennen heran, was den Fahrstil, die Aggressivität am Start angeht und auch die Vorbereitung des Teams."

"Du musst dann nicht so pushen, aber wenn der Wettbewerb so hart ist, dann ist alles am Limit und du riskierst viel mehr. Das gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für die Ingenieure und das ganze Team. So gesehen finde ich, dass es eine unfaire Behauptung ist, zu sagen, dieses Jahr haben alle mehr Fehler gemacht, aber es stimmt, dass die Fehler offensichtlicher sind, weil es gleich sechs Fahrer gibt, die Rennen gewinnen können."

"Jedem aus diesem Sextett kann jederzeit alles passieren - und wenn etwas passiert, steht es am nächsten Tag auf der Titelseite. In der Vergangenheit gab es meistens nur zwei Titelkontrahenten. Wenn der WM-Vierte oder -Fünfte einen Fehler gemacht hat, war es keine große Sache, jetzt hingegen schon. Daher fällt es mehr auf."

Fotoquelle: xpb.cc

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