Tony Fernandes möchte den Draht zur Lotus-Gruppe nicht ganz kappen

Formel 1 2010

— 24.09.2010

Fernandes lässt Tür zur Lotus-Gruppe offen

Lotus vs. Lotus: Dany Bahar will offenbar auf eigene Faust Motorsport machen, Tony Fernandes lässt die Tür zu einer Kooperation dennoch offen

Zwischen dem Lotus-Team um Tony Fernandes und der Lotus-Gruppe scheint neuerdings Krieg zu herrschen. Der Formel-1-Rennstall hat aus diesem Grund den durch die Lotus-Gruppe lizenzierten Namen "Lotus Racing" zurückgelegt und stattdessen David Hunt die Rechte am traditionellen Namen "Team Lotus" abgekauft.

Im Fahrerlager wird gemunkelt, dass Dany Bahar, früher rechte Hand von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und später Brand-Manager bei Ferrari, ehe er als Geschäftsführer zur Lotus-Gruppe wechselte, ein eigenes Motorsportprogramm auf die Beine stellen möchte. In der IndyCar-Serie ist ihm das mit Fahrer Takuma Sato bereits gelungen, in Europa war der Name Lotus bisher aber nur durch das Formel-1-Team von Fernandes repräsentiert.

Lotus vs. Lotus in der GP2

Damit ist nun Schluss, denn Fernandes hat die Verbindung zur Lotus-Gruppe gekappt - und obendrein werden Fernandes' Team AirAsia und die Kooperation zwischen der Lotus-Gruppe und ART ab 2011 gegeneinander in der GP2 an den Start gehen. Das mutet für Puristen merkwürdig an, schließlich waren der Sportwagenhersteller und das zugehörige Formel-1-Team zu Zeiten von Colin Chapman noch eine Einheit, ähnlich wie bei Bahars Ex-Arbeitgeber Ferrari.

Doch Fernandes bleibt gelassen: "Ich möchte nicht auf rechtliche Details eingehen, aber es waren schon immer zwei getrennte Firmen. Natürlich haben sie kooperiert und wir würden auch gerne weiterhin mit der Lotus-Gruppe kooperieren, aber wenn sie das nicht wollen, dann können wir nichts dagegen machen. Das heißt nicht, dass wir nie kooperieren werden, denn ich glaube, es würde Sinn machen. Vielleicht kommt eines Tages wieder alles unter ein Dach."

Sportwagen machen nicht den Mythos aus

Gleichzeitig stellt er jedoch klar: "Die Lotus-Gruppe war nie unser Eigentümer und sie hat auch nie Rennsport betrieben. Umgekehrt haben wir keine Straßenautos gebaut", so Fernandes. "Aber wenn man die Team-Lotus-Geschichte betrachtet, dann wurde doch nie am meisten über den Esprit oder den Elan gesprochen, sondern es war eher umgekehrt so, dass die Lotus-Gruppe das Image des Teams Lotus für ihre Zwecke genutzt hat."

Doch obwohl Fernandes und Bahar momentan eher gegen- als miteinander arbeiten, zeigt sich Fernandes weiterhin gesprächsbereit: "Die Tür steht immer offen, denn es würde ja Sinn machen. Wenn ich Lotus-Geschäftsführer wäre und es da ein Formel-1-Team gibt, das 20 Rennen auf der ganzen Welt bestreitet und für die Marke Werbung macht, dann würde ich involviert sein wollen, vor allem wenn es mich nichts kostet!"

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.