Wer soll verhindern, dass Sebastian Vettel auf die Pole-Position fährt?

Formel 1 2010

— 25.09.2010

Abschlusstraining: Vettel als Favorit ins Qualifying

Auch im dritten Freien Training in Singapur war Sebastian Vettel unantastbar - Ferrari und McLaren in Lauerposition - Williams ebenfalls stark

Norbert und Heike Vettel sind an diesem Wochenende als Glücksbringer für ihren Sohn Sebastian in Singapur - und das scheint sich zu lohnen! Denn nachdem der Red-Bull-Pilot schon am Freitag eine Klasse für sich war, meldete er auch im heutigen Abschlusstraining am Samstagabend seinen Anspruch auf die Pole-Position an.

Vettel erzielte eine Bestzeit von 1:48.028 Minuten und nahm damit seinem ersten Verfolger Fernando Alonso (Ferrari) gleich 0,622 Sekunden ab. Seinem Teamkollegen Mark Webber (6.) drückte er sogar 1,184 Sekunden Rückstand aufs Auge, auch wenn der Fairness halber angemerkt werden muss, dass der WM-Leader aus Australien seine schnellste Runde auf weichen Reifen nach Zwischenbestzeit (30,2 Sekunden im ersten Sektor) abbrechen musste.

Vettel weiterhin eine Klasse für sich

Doch fast so, als wolle er auch letzte Zweifel um seine Vormachtstellung beseitigen, legte Vettel im Finish trotz der gelben Flaggen in Kurve 18 im freigegebenen ersten Sektor noch einmal zu (30,1 Sekunden) und nahm Webber auch dort eine Zehntelsekunde ab, obwohl er die Runde nicht zu Ende fahren konnte. Fazit: Red Bull ist an diesem Wochenende stark, aber der zuletzt scharf kritisierte Heppenheimer ist noch einmal eine Klasse für sich.

Allerdings fehlten fast eineinhalb Sekunden auf die Freitagsbestzeit, sodass Formel-1-Experte David Coulthard glaubt, dass man die Hackordnung noch nicht als endgültig bewerten sollte: "Die Bedingungen sind sehr wichtig. Im dritten Training gab es keine bedeutsamen Zeiten zu sehen, weil die Strecke wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nicht komplett abtrocknete. Daher könnte auch das Qualifying auf einer 'grünen' Strecke beginnen."

Denn die einstündige Session begann nach einem wechselhaften Regenschauer am Nachmittag auf feuchter Strecke. Die Fahrer zeigten sich davon unbeeindruckt und wechselten nach der Installationsrunde von Intermediates auf Slicks, doch es gab einige Ausrutscher, Verbremser und Dreher, unter anderem von Webber sowie den beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg (5./+1,028) und Michael Schumacher (15./+2,039).

Williams in Singapur wieder stark

Schumacher war im ersten Sektor auf Augenhöhe mit Rosberg, ehe er seine schnellste Runde wegen gelber Flaggen abbrechen musste. Dennoch scheint er im teaminternen Duell leicht unterlegen zu sein. Stärker als erwartet hingegen Nico Hülkenbergs Williams-Team: Der Deutsche gehörte im ersten Sektor zu den Allerschnellsten und sicherte sich mit 1,276 Sekunden Rückstand den siebten Platz. Auch Stallgefährte Rubens Barrichello (12./+2,025) hätte wohl noch zulegen können.

Bei den Red-Bull-Herausforderern versucht man indes alles, um zur Spitze aufzuschließen: Lewis Hamilton (3./+0,972) wechselte genau wie Jenson Button (13./+2,032) zwischen dem neuen und dem alten McLaren-Frontflügel hin und her, während Ferrari ohne F-Schacht unterwegs war, um möglichst viel Anpressdruck zu generieren. Das scheint Felipe Massa (+0,995) zu helfen, der nach einem schwachen Freitag auf Platz vier aufschien.

Missverständnis zwischen Alonso und Kubica

Ferrari setzt in Singapur übrigens jene Motoren ein, die schon in Hockenheim und Budapest gefahren wurden. Daran lag es jedoch sicher nicht, dass Alonso beim Herausfahren aus der Boxengasse beinahe Robert Kubica (8./+1,492) übersehen hätte. Der Renault-Pilot klagte seinerseits über Untersteuern, lobte aber den guten Grip an der Hinterachse und hofft, dass er im Qualifying seine weiße Top-10-Weste behalten kann.

Adrian Sutil (Force India/+1,888) wurde Neunter, der Schweizer Sébastien Buemi (Toro Rosso/+1,921) Zehnter und Nick Heidfeld (Sauber/+2,988) 17. - elf Tausendstelsekunden vor seinem Teamkollegen Kamui Kobayashi (18.).! Auch Christian Klien gewann im dritten Training sein HRT-Stallduell gegen Bruno Senna, der am Ende Auslöser der gelben Flaggen war. Der Österreicher behielt als Vorletzter um gut eine halbe Sekunde die Oberhand.

Schnellster Fahrer von den neuen Teams war aber Timo Glock (Virgin), der nahtlos an seine starke Performance vom Freitag anknüpfen konnte und 0,806 Sekunden vor dem durch Verkehr behinderten Finnen Heikki Kovalainen (Lotus) den 19. Platz belegte - und das, obwohl er sich zu Beginn auf feuchter Strecke noch darüber beklagt hatte, dass es schwierig sei, die richtige Bremsbalance zu finden. Generell scheinen Virgin und Lotus hier wieder eng beisammen zu liegen.

Fotoquelle: xpb.cc

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