Sebastian Vettel blickt weiter fest entschlossen in Richtung WM-Titel

Formel 1 2010

— 26.09.2010

Red Bull: Rennen schon im Qualifying verloren

Vettel konnte sich im Rennen nicht mehr nach vorne arbeiten und wurde Zweiter, Webber gelang dieses Kunststück dank einer mutigen Strategie

Die verpasste Pole-Position rächte sich für Sebastian Vettel beim Großen Preis von Singapur. Der Deutsche steuerte das Ziel mit 0,293 Sekunden Rückstand hinter Fernando Alonso an. Teamkollege Mark Webber konnte von seinem fünften Startplatz hingegen dank eines vorgezogenen ersten Boxenstopps Boden gutmachen und stand zusammen mit seinem Teamkollegen als Dritter auf dem Podium.

"Gegen Ende des ersten Rennabschnitts waren meine weichen Reifen ziemlich am Ende", so Vettel. "Das Auto rutschte aus diesem Grund stark. Wir kamen in derselben Runde wie Ferrari an die Box, und unglücklicherweise leistete ich mir beim Boxenstopp einen kleinen Fehler. Ansonsten denke ich, wäre es sehr eng geworden."

"Das ist eigentlich auch die Geschichte des gesamten Rennens. Ich versuchte, Fernando so sehr wie möglich unter Druck zu setzen, aber er leistete sich keinen größeren Fehler. Zudem ist es schwierig, hier zu überholen. Das wäre zu riskant gewesen. Am Ende wurden wir Zweiter und holten ein paar gute Punkte."

"Das Wichtige ist, dass das Auto das gesamte Wochenende schnell und konkurrenzfähig war. Gestern fehlte uns im Qualifying etwas, was das Einzige ist, was uns heute beeinträchtigt hat. Einige Leute haben über unsere Starts Kommentare abgegeben, aber ich hatte einen sehr guten Start. Diesbezüglich haben wir also exzellente Fortschritte erzielt. Es ist gut, für das Team Punkte zu holen, das hilft uns in der Konstrukteursmeisterschaft sehr. Und die Fahrermeisterschaft ist immer noch offen."

"Unser Start war sehr gut", so Webber. "Gutgemacht vom Team diesbezüglich. Es war für uns gut, dass wir so gut vom Fleck gekommen sind, da uns dies für das Rennen gut aufgestellt hat. Ich habe mich im ersten Rennabschnitt eingerichtet, und dann kam das frühe Safety-Car. Das Team sagte mir, dass ich an die Box kommen soll, was ich infrage gestellt habe. Aber sie versicherten mir, dass es das Richtige ist."

"Ich war mir nicht sicher, und ich wusste, dass es ein langer Abschnitt auf den härteren Reifen werden würde. Aber als wir wieder auf die Strecke kamen und ich mich hinter dem Safety-Car einreihte, realisierte ich, dass ich mich in einer ordentlichen Position befinde. Ich überholte ein paar Jungs, dann kam ich zu Rubens, der sehr gut fuhr, und ich kam nicht an ihm vorbei."

"Wir hatten dann einen weiteren Restart und es kann schwierig sein, sauber weg zu kommen, wenn Überrundete involviert sind. Ich wurde von einem Auto des Virgin-Teams aufgehalten. Er gab sein Bestes, aber Lewis hatte ordentlich Schwung und unglücklicherweise berührten wir uns."

"Das ist natürlich nicht wünschenswert, denn dies war für mich im Rennen ein Schlüsselmoment, um meine Position zu halten. Fernando und Sebastian fuhren heute fantastische Rennen. Sie fuhren das gesamte Wochenende über gut, und es war für alle zum Zuschauen ein gutes Rennen. Ich bin mit dem dritten Rang glücklich."

"Beide Fahrer auf dem Podest - das war eine tolle Teamleistung", so Teamchef Christian Horner. "Beide Fahrer fuhren exzellente Rennen. Bei Mark haben wir früh eine mutige Entscheidung getroffen und ihn hinter dem Safety-Car zu einem frühen Stopp reingeholt. Damit musste er lange mit den harten Reifen fahren. Er schaffte das und zeigte noch tolle Überholmanöver und eine gute Pace."

"Der Zwischenfall mit Lewis Hamilton war ein Rennunfall. Es scheint, als ob ein Nachzügler es ausgelost hat, der Mark viel Zeit gekostet hat. So kam Lewis zu seiner Chance. Er zwängte Mark dann innen zu stark ein, Mark konnte dann nirgendwo hin und es kam zur Berührung."

"Sebastian hatte einen guten Start und folgte Fernando für fast zwei Stunden. Hier ist es sehr, sehr schwierig zu überholen, aber er hat sein Bestes gegeben. Wir wollten bei den Stopps die Führung holen, aber Ferrari blockte uns an. Also mussten wir auf der Strecke überholen. Sebastian übte bis ins Ziel Druck aus."

"Für das Team ist es auf einem der schwierigsten Kurse des Jahres ein tolles Ergebnis. Wir haben unsere Führung in der Herstellerwertung ausgebaut und auch Mark baute seine Führung in der Fahrerwertung aus, während Sebastian aufholte. Das war ein gutes Wochenende. Gratulation an das Team an der Strecke und im Werk, die viel gearbeitet haben."

Fabrice Lom, Renault-Chefingenieur bei Red Bull Racing meinte: "Das ist ein exzellentes Ergebnis und eine gute Wiedergutmachung für gestern. Unsere Strategen haben gute Arbeit geleistet und Mark in der ersten Safety-Car-Phase an die Box geholt. Das war ein großes Risiko, aber es wurde belohnt. Dadurch und durch die gute Leistung von Sebastian wurden wir Zweiter und Dritter, das ist gut für beide Meisterschaften."

Fotoquelle: xpb.cc

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