Fernando Alonso strahlt, weil er weiß, wie wichtig dieser Sieg war

Formel 1 2010

— 26.09.2010

Ferrari: Startpositionen waren der Schlüssel

Während die Pole-Position für Fernando Alonso der Schlüssel zum Erfolg war, war bei Felipe Massa die Startposition in Singapur der große Nachteil

Für Fernando Alonso verlief der Große Preis von Singapur wunschgemäß. Von der Pole-Position gestartet konnte der Brasilianer Sebastian Vettel am Start hinter sich halten und gab die Führung für den Rest des Rennens nicht mehr ab. Teamkollege Felipe Massa konnte sich nach der verpatzten Qualifikation vom Ende des Feldes immerhin noch bis auf den neunten Rang nach vorne arbeiten.

"Dieser Sieg ist sehr bedeutend", so Alonso. "Wir wollten unseren Erfolg von Monza auf einem komplett anderen Streckentyp bestätigen, und am Ende eines sehr harten und extrem stressigen Rennens - sowohl für mich als auch für das Auto - haben wir das bestätigt, auf einer Strecke, die ich sehr mag und die zu meinem Fahrstil gut passt."

"Nach dem Geschenk zuvor - der Überraschung zu Ostern, wie ich es nannte -, dem Gewinn der Pole gestern, war es heute zunächst einmal wichtig, einen guten Start hinzubekommen. Das gelang, selbst wenn Vettel vielleicht ein wenig schneller vom Fleck kam wie ich. Aber hier ist die Fahrt auf die erste Kurve nicht so lang, und ich war in der Lage, die Türe zuzumachen und die Führung zu behalten."

"Auf den weichen Reifen waren wir sehr gut unterwegs. Auf den harten jedoch schien Red Bull schneller gewesen zu sein als wir. Der Boxenstopp verlief perfekt, sowohl in Bezug auf die Strategie, als auch die Art und Weise, wie er in der Boxengasse erledigt wurde. Während des zweiten Teils des Rennens versuchte ich, jedes Risiko zu vermeiden, besonders als ich an Überrundeten vorbeiging, als gleichzeitig gelbe Flaggen geschwenkt wurden."

"Es sind noch vier Rennen zu fahren und die Meisterschaft ist völlig offen. In Spa sind Sebastian, Jenson und ich mit leeren Händen abgereist, in Monza war Hamilton an der Reihe. Der Tanz in Richtung des Titels scheint zwischen den Anwärtern auf und ab zu gehen, auch wenn Mark immer noch eine kleine Führung inne hält."

"Wir müssen ruhig bleiben und uns auf unsere eigene Arbeit konzentrieren, ohne darüber nachzudenken, was die anderen tun. Sicher ist, dass wir nichts dem Zufall überlassen werden, wir werden bis zum Ende kämpfen. Der F10 hat sich dank der Arbeit aller Ingenieure in Maranello und hier an der Strecke verbessert. Darüber bin ich glücklich, denn nun können wir auf jedem Streckentyp bei der Musik sein. Wir werden weiterhin bei den vor uns liegenden Rennen nicht als Favoriten betrachtet, aber niemand von uns darf vor etwas Angst haben."

"Nachdem, was gestern im Qualifying passiert ist, war es für mich ein sehr schwieriges Rennen", so Massa. "Wir haben eine Strategie ähnlich jener ausgewählt, welche wir in Monaco für Fernando verwendeten, in der Hoffnung, dass uns das Safety-Car hilft, das leider etwas zu früh auf die Strecke ging. Ich war aus diesem Grund nicht in der Lage, so viele Autos zu überholen, und fand mich selbst im Zug hinter Sutil und Hülkenberg wieder."

"Wäre es eine oder zwei Runden später gekommen, dann hätte ich zwei oder drei Plätze mehr gutmachen und ein anderes Rennen haben können. Das Auto war nicht allzu schlecht, angesichts der Tatsache, dass ich immer auf demselben Satz harter Reifen unterwegs war. Lediglich gegen Ende wurde die Situation schlechter und ich konnte die Abnutzung der Reifen spüren, weswegen Kubica so einfach an mir vorbeikam."

"Ich kann nicht sagen, dass ich beim Fahren viel Spaß hatte angesichts der Tatsache, dass ich immer hinter einem anderen Auto festhing. Ich hatte einen neuen Motor, und nun habe ich lediglich drei Motoren übrig, welche jeweils bereits ein Rennen absolviert haben. Diese werde ich bei den verbleibenden vier Rennen rotieren lassen. Ich hoffe, dass ich in diesen Rennen mehr Glück haben werde als ich an diesem Wochenende hatte!"

"Dies ist ein außergewöhnliches Ergebnis, das einer außergewöhnlichen Leistung von Fernando zu verdanken ist", so Teamchef Stefano Domenicali. "Dieser hat einmal mehr bewiesen, aus welchem Holz er geschnitzt ist, sowohl in Bezug auf seine fahrerischen Fähigkeiten als auch seine mentale Einstellung."

"Dieser erste und wichtigste Baustein in dieser bestimmten Mauer wurde gestern durch die Pole-Position gelegt. Wenn wir nicht von der Spitze gestartet wären, dann wäre es wohl unmöglich gewesen, den Red Bull zu überholen, der sich heute auf der Strecke als so stark erwiesen hat, besonders in der zweiten Hälfte des Rennens."

"Das Qualifying war auch für Felipe der Schlüssel, in diesem Fall auf negative Art und Weise. Der neunte Platz ist definitiv kein Ergebnis, das mit seinem oder dem Potenzial des Autos übereinstimmt. Aber nachdem er als Letzter gestartet ist, war es klar, dass es auf einer Strecke, auf der das Überholen sehr schwierig ist, problematisch ist, besser abzuschneiden."

"Das Team hat mit der Leistung des Fahrers übereingestimmt, arbeitete perfekt, um mit allen Schlüsselmomenten umzugehen. Eine wichtige Komponente dieses Sieges ist natürlich allen in Maranello zu verdanken, die alles gegeben haben, um den F10 bis auf dieses Niveau zu bringen."

"Ich bin nicht ein Typ, der sich in schwierigen Momenten niedergeschlagen fühlt, aber gleichzeitig bin ich erleichtert, wenn wir glückliche wie diese haben. Wir haben zwei sehr schöne Siege in Folge auf Strecken mit komplett unterschiedlichen Charakteristiken geholt. Aber wir liegen in beiden Meisterschaften immer noch zurück. Wir müssen weiterhin zu arbeiten, und wenn dies überhaupt noch möglich ist, unsere Anstrengungen vervielfachen, und bis zum Ende kämpfen. Die Rechnung wird am Ende aufgestellt, am 14. November in Abu Dhabi."

"Das ist ein fantastisches Ergebnis dank der unglaublichen Leistung von Fernando", so Chefingenieur Chris Dyer. "Er war gestern im Qualifying Erster, und heute im Rennen erneut. Um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass wir in Bezug auf die Leistung gegenüber unseren Gegnern einen Vorteil hatten, aber zumindest schien dieser nicht ausreichend groß gewesen zu sein, um in der Lage zu sein, uns komfortabel zu überholen."

"Wir mussten einen sauberen Start hinbekommen, schnelle Runden fahren, wenn dies notwendig ist, den richtigen Moment für den Boxenstopp auswählen, und gerüstet sein, mit eventuell auftretenden Safety-Car-Phasen umzugehen. Das waren eine Menge Elemente, die man aneinander fügen musste, um den Sieg zu holen. Und so war es dann auch, wir haben keine Fehler gemacht."

"Zudem möchte ich auch dem Team einen Dank aussprechen, das sehr gut gearbeitet hat. Es hat das Maximum aus dem Potenzial des Autos gemacht. Was Felipe betrifft, so hatte er natürlich angesichts seiner Startposition mit einem Safety-Car zocken müssen. Unglücklicherweise ging das nicht gut auf, denn das Rennen wurde zu früh neutralisiert. Ein paar weitere Runden, und es wäre für ihn eine andere Angelegenheit gewesen. Gleichzeitig ist eine Zielankunft in den Punkten angesichts der Aussicht beim Start ein gutes Ergebnis."

Fotoquelle: xpb.cc

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