Sutil und Hülkenberg kassierten in Singapur 20-Sekunden-Strafen

Formel 1 2010

— 26.09.2010

Force-India-Protest: Es geht um fünf Millionen

Was wirklich hinter dem Protest-Hickhack zwischen Force India und Williams steckt und warum es dabei um fünf Millionen US-Dollar ging

Force-India-Teamchef Vijay Mallya ist "natürlich sehr enttäuscht" über die 20-Sekunden-Zeitstrafe gegen seinen Fahrer Adrian Sutil, durch die der achte Platz beim heutigen Grand Prix von Singapur nachträglich verloren ging. Dennoch hat der indische Rennstall die angekündigte Absicht, bei der FIA Protest einzulegen, nicht in die Tat umgesetzt.

Auf Hinweis von Force India setzten sich die Rennkommissare nämlich auch mit einem vergleichbaren Zwischenfall um Nico Hülkenberg auseinander, der ebenfalls nachträglich mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt wurde. Hülkenberg war zunächst durch die Sanktion gegen Sutil vom neunten auf den achten Platz aufgerückt, fiel nun aber auf den zehnten Platz zurück. Sutil kam letztendlich als Neunter hinter Felipe Massa (ursprünglich Zehnter) in die Wertung.

"Wir haben den Verlust minimiert, als Hülkenberg die gleiche Strafe bekam", erklärt Mallya. Hintergrund: Force India und Williams kämpfen um den für die Preisgeldverteilung wichtigen sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM. Derzeit liegen die Inder mit 60:56 voran, doch ohne Hülkenberg-Strafe wäre es 59:59 gestanden. Der provisorische Stand noch vor Aussprache beider Strafen war 62:57.

"Jetzt geht es weiter nach Suzuka", lässt Mallya die Angelegenheit auf sich beruhen. "Ich hoffe, dass wir dort weitere Punkte sammeln werden." Williams hat bislang übrigens keinen Protest gegen die Hülkenberg-Strafe angekündigt.

Der Unterschied zwischen Platz sechs und sieben in der Konstrukteurs-WM liegt bei geschätzten fünf Millionen US-Dollar (umgerechnet 3,7 Millionen Euro).

Fotoquelle: xpb.cc

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