Boullier lässt bei den Verhandlungen gern den Namen Räikkönen fallen

Formel 1 2010

— 28.09.2010

Transfermarkt: Renault pokert weiter mit der Kimi-Karte

Renault steht offenbar kurz vor der Entscheidung über den zweiten Piloten 2011: Kimi Räikkönen als Druckmittel - Vitantonio Liuzzi fix, Jarno Trulli raus?

In wenigen Tagen beginnt der Oktober, aber trotzdem sind bezüglich der Cockpitbesetzungen 2011 noch viele Fragen ungeklärt. Bei den Topteams scheinen alle Würfel gefallen zu sein, aber andernorts sind mehr oder weniger attraktive Plätze zu vergeben. Die beliebteste Anlaufstation für Fahrermanager ist und bleibt Renault. Die Franzosen werden Rookie Vitaly Petrov wohl ersetzen, denn der Russe ließ den geforderten deutlichen Aufwärtstrend zuletzt vermissen.

Renault hat eine große Liste mit Bewerbern um die potenzielle Petrov-Nachfolge. Nur zu gern stellt Teamchef Eric Boullier den Namen Kimi Räikkönen in den Raum, der seinen Manager derzeit alle Optionen für das kommende Jahr prüfen lässt - ein ganz normaler Vorgang. Ob der finnische Ex-Weltmeister ernsthaft an einem Comeback interessiert ist, wird von vielen Beobachtern stark angezweifelt. Aber Boullier sieht Räikkönen nach wie vor als Option.

"Unsere Entscheidung in der Fahrerfrage rückt näher", so Boullier gegenüber 'Autosport'. Er wolle sich möglichst schnell persönlich mit Räikkönen treffen, um das eventuelle Interesse des Finnen einschätzen zu können. "Ich will alle Optionen in Betracht ziehen. Einigen Fahrern habe ich bereits gesagt, dass wir nicht weiter verhandeln werden. Warten wir mal ab. Kimi bleibt jedenfalls eines der denkbaren Szenarien."

"Ich habe immer schon gesagt, dass ich ihn zuerst treffen möchte, bevor wir mehr wissen. Ich will mehr darüber erfahren, ob bei ihm der Wunsch zum Comeback vorhanden ist", erklärt der Renault-Teamchef. Ob es Boullier mit Räikkönen wirklich ernst meint, ist unklar. Gut möglich, dass der prominente Name im Vertragspoker gerade gelegen kommt. Für Petrov wird es auf jeden Fall eng. "Es ist frustrierend, weil er weiterhin Fehler macht", so Boullier.

Eine rosige Zukunft sieht Vitantonio Liuzzi vor sich. Der Italiener wird nach eigenem Bekunden bei Force India bleiben - obwohl im kommenden Jahr Mercedes-Junior Paul di Resta aufrücken soll. "Ich weiß nicht, was die Pläne mit ihm sind. Aber ich denke, dass es bedeuten müsste, dass Adrian sein Platz räumt, denn ich habe einen Vertrag", so Liuzzi gegenüber 'ESPNF1'.

"Ich habe vom Team nichts Gegenteiliges gehört. Es hat sich nichts geändert. All das Zeug in den Medien sind einfach nur Gerüchte", erklärt der Italiener. "In ein paar Wochen wird Klarheit herrschen. Ich lasse mich von den Gerüchten nicht irritieren. Die sind zu diesem Zeitpunkt de Jahres einfach normal, vor allem dann, wenn Leute irgendwelche Rookies in die Formel 1 bringen wollen."

Neuesten Gerüchten zufolge könnte bei Lotus ein solcher Platz frei werden. Bislang ging man fest davon aus, dass Heikki Kovalainen und Jarno Trulli auch im kommenden Jahr beim Team von Tony Fernandes bleiben würden. Allerdings berichten die amerikanischen Kollegen von 'SpeedTV', dass der Italiener zum Jahresende aufhören wolle, um sich künftig intensiv seinem Hobby als Winzer widmen zu können - nicht ausgeschlossen, aber doch unwahrscheinlich.

Fotoquelle: Renault

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