Logistik ist gefragt, damit Adrian Newey die Neutele rechtzeitig in Asien bekommt

Formel 1 2010

— 28.09.2010

Red Bull: Wie im Titelkampf alle mit anpacken

Der Entwicklungswettkampf auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison schreibt manchmal besondere Geschichten: Eine Rezeptionistin als Teilekurier

Normalerweise ist Thelma Spragg im Red-Bull-Werk fr einen freundlichen Empfang der Besucher zustndig. Die Britin gehrt seit Jahren zum Inventar in Milton Keynes. Am vergangenen Wochenende wurde die freundliche Dame vom Empfang in eine andere Welt befrdert. Verantwortlich dafr war der unbndige Entwicklungswettlauf auf der Zielgeraden der aktuellen Formel-1-Saison.

"Am Mittwochmittag stellte man mir die Frage, was ich am Wochenende geplant htte. Ich habe nur gefragt: 'Worum geht's?' und man sagte mir, dass ich nach Singapur soll", sagt Thelma Spragg lachend. Das Team erteilte ihr den Auftrag, Last-Minute-Entwicklungen in Red-Bull-Koffern nach Singapur zu transportieren. "Ich hatte dann 24 Stunden Zeit, bin nach Hause gefahren, habe Koffer gepackt und Reisepass geschnappt und dann ging es los."

"Ich wurde dann mit drei groen Gepckstcken zum Flughafen geschickt. Auf halben Weg nach Heathrow klingelte mein Telefon und man sagte mir, dass ich am Eingang warten soll, weil ein Motorradkurier noch zwei weitere Teile bringt", beschreibt das Red-Bull-Urgestein. "Ich habe dann gewartet und musste die neuen Teile dann ins Handgepck stopfen, weil die Koffer schon durch die Gepckabfertigung waren. Das sah bestimmt lustig aus."

"Nach zwlf Stunden Flug kam ich dann in Singapur an und wollte die Teile an der Strecke abliefern. Aber man lie mich nicht auf das Gelnde", erklrt Spragg ihren Trip nach Asien. Das Team hatte vergessen, sie vorab mit den ntigen Zugangsberichtigungen fr den Paddock auszustatten - eine kleine Panne im groen Entwicklungsspiel. "Erst am zweiten Tag wurde ich dann bis zur Red-Bull-Box vorgelassen."

"Ich kann gar nicht beschreiben, wie aufregend das alles fr mich war", schwrmt die Britin. "Ich bin seit dem Start von Red Bull in der Formel 1 dabei, aber war noch nie bei einem Rennen. Ich war hingerissen, es war noch besser als ich es mir jemals vorgestellt htte. Ich habe sonst Leute wie Ross Brawn immer nur im Fernsehen gesehen, oder Jenson Button. Diese Mnner sind mir im Fahrerlager leibhaftig ber den Weg gelaufen - es war aufregend. Die gesamte Stimmung war unbeschreiblich, Singapur ist super."

"Normalerweise gebe ich an Rennwochenenden an Freitagen immer die Trainingsergebnisse der besten Fnf per Lautsprecher in der Firma durch", berichtet Spragg aus ihrem Arbeitsleben bei Red Bull. "Frher musste ich immer die Namen Schumacher, Alonso oder Rikknen durchsagen. Aber heutzutage, wenn Mark Webber oder Sebastian Vettel oft vorne sind, schallt immer ein riesiges 'Hurra' durch die ganze Fabrik."

"Ich mache das immer nur freitags, weil am Samstag und Sonntag habe ich Wochenende. Zuhause schaue ich aber natrlich alle Sessions im Fernsehen", sagt die Rezeptionistin, die sich noch nie ein Rennen im TV hat entgehen lassen. Thelma Spragg fasst nach ihrem Trip nach Singapur zusammen: Das Liveerlebnis ist mit nichts vergleichbar. "Ich wrde es sofort noch einmal machen. Ich wrde am liebsten ab sofort alle Koffer fr Red Bull transportieren!"

Fotoquelle: xpb.cc

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