Virgin-Besitzer Richard Branson hat das Spektakel beim Nachtrennen gefallen

Formel 1 2010

— 28.09.2010

Branson hat weiterhin Spaß an der Formel 1

Richard Branson kämpft mit seinem Team am Ende des Feldes - Trotzdem hat der Unternehmer Spaß daran die Fortschritte zu verfolgen

Der Unternehmer Richard Branson ist 2009 auf den erfolgreichen BrawnGP-Zug aufgesprungen und ist auf der Erfolgswelle geschwommen. Mit dem Virgin-Rennstall lernt der Brite die harten Seiten der Formel 1 kennen. Trotzdem hat Branson nach wie vor Spaß an der Königsklasse des Motorsports. In der kommenden Saison könnte das Virgin-Logo aber kleiner werden, falls das Team weitere Sponsoren findet. Das Fazit der ersten 15 Rennen fällt positiv aus.

"Eigentlich war es gar nicht so hart. Es macht sehr viel Spaß. Ich habe schon zu Saisonbeginn gesagt, dass wir die Außenseiter sind. Wir sind das Projekt mit offenen Augen angegangen. Es macht Spaß ein Team von einem weißen Blatt Papier aus aufzubauen", wird Branson im Blog von Adam Cooper zitiert. "Es gibt genug Leute, die mit einem neuen Team starten wollten, aber abgelehnt wurden. Unsere Mannschaft hat das gezeigt, was zu erwarten war, inklusive der Zuverlässigkeitsprobleme und so weiter."

"Das Team braucht 15 Millionen Pfund (umgerechnet rund 17,6 Millionen Euro), oder vielleicht sogar 20 Millionen Pfund (umgerechnet rund 23,5 Millionen Euro) weniger als Lotus. Es ist also toll, dass wir ihr Tempo halten können. Die Zuverlässigkeit ist auch besser geworden. Es wäre dumm gewesen, wenn ich angenommen hätte, dass wir mit einem neuen Team gleich gewinnen können. Es braucht Jahre bis man einen Rennstall aufgebaut hat. Es macht Spaß und ist sehr unterhaltsam zu sehen, ob wir Lotus schlagen können."

Trotz der hinteren Platzierungen ist Branson mit der öffentlichen Wahrnehmung und dem Kapitalertrag zufrieden. "Wir haben im vergangenen Jahr nicht viel Geld ausgegeben. Die Marke Virgin ist stark und zieht andere Sponsoren und Menschen an, die mit den Autos involviert sein wollen. Für uns hat es in beiden Jahren gut funktioniert. Natürlich war die Aufmerksamkeit größer als wir gewonnen haben, aber wir hatten einfach nur unglaubliches Glück. Das hat man nicht oft in seinem Leben."

Sollten weitere Sponsoren an Board kommen, dann könnte das Virgin-Logo auf den Autos kleiner werden. "Unsere Jungs schlagen sich bei der Sponsorensuche für die kommende Saison sehr gut. Wenn alles klappt, dann werden externe Partner mehr Platz auf dem Auto erhalten. Das ist positiv zu sehen. Natürlich hoffen wir, dass Virgin weiterhin groß vertreten ist. Aber es hängt von unseren Jungs ab, wie viele Sponsoren sie finden. Ich hoffe sehr, dass wir weiter als Virgin-Racing-Team bekannt sind."

Vor der Saison hat Branson mit Lotus-Teamchef Tony Fernandes (Air Asia) eine Wette abgeschlossen, wessen Team in der Endabrechnung besser platziert ist. Der Verlier muss in der Airline des anderen Stewardess spielen. Aus finanzieller Sicht spielt Branson die Bedeutung von Platz zehn in der Konstrukteurswertung herunter.

"Niemand erwartet das und wir rechnet ihn auch nicht in das Budget ein. Selbst wenn man den zehnten Platz schafft, dann würde man das Geld für einige Jahre nicht bekommen. Man muss mindestens zweimal in Folge Zehnter werden, um das Geld zu bekommen. In den verbleibenden Rennen hoffen wir auf viel Regen, denn das würde uns eine viel bessere Chance geben."

Realistisch sieht Branson die Fortschritte positiv: "Die Lücke schließt sich. Wir sind nicht weit hinter zwei etablierten Teams. Wir kommen immer näher und werden sehen, wie es im nächsten Jahr läuft."

Fotoquelle: xpb.cc

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