Hans-Joachim Stuck hält den WM-Titel für Sebastian Vettel noch für machbar

Formel 1 2010

— 29.09.2010

Stuck: Red Bull ist in zwei Lager gespalten

Hans-Joachim Stuck analysiert die Titelchancen von Sebastian Vettel: Zu viele Fehler, zu wenig Beratung, sehr viele Konkurrenten

Sebastian Vettel hat noch alle Chancen auf den Titel. Zwar plagt den Heppenheimer ein Rckstand auf den aktuell fhrenden Teamkollegen Mark Webber, aber es ist noch alles mglich. "Er muss den Alonso in den Griff kriegen und Webber weiter so beherrschen wie in Singapur. Das wre der Hammer, wenn die beiden im Finale um den Titel kmpfen", meint Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck im 'Express'.

"Im Team gibt es durch den Zoff mit Webber unntige Spannungen. Es ist in zwei Lager gespalten", analysiert "Strietzel". Auerdem sei das Singapur-Rennen sinnblidlich fr die Entwicklung der vergangenen Wochen gewesen. Nicht nur Webber gilt es zu schlagen, sondern auch Fernando Alonso. "Sein Wiederaufstehen ist beeindruckend. Sein Ferrari ist wieder auf Augenhhe mit dem Red Bull", sagt Stuck.

Das Nachtrennen sei durch eine verkorkste Qualifyingrunde von vornherein verloren gewesen. "Solch eine Lcke findest du neun- von zehnmal. Ich wei nicht, ob sie nicht gesehen haben, dass Michael Schumacher auf seiner langsamen Runde war. Als Teamchef musst du 1.000 Dinge im Auge behalten. Wenn das Umfeld stimmt, ist auch der Fahrer gefordert. Und wenn da nur eine Kleinigkeit schiefgeht, sitzt du in der Kacke", so Stuck in seiner typischen derben Ausdrucksweise.

Falls es wieder nichts mit einem Titel fr Vettel wird, so liegt dies aber nicht am Rennen in Singapur, meint der Ex-Grand-Prix-Pilot. Vielmehr die hohe Zahl von Fehlern seitens des Teams oder des Fahrers sei dann entscheidend gewesen. "So eine Hufung habe ich noch nie gesehen. Okay, auf ihm lastet ein ungeheurer Druck", sagt Stuck. "Er ist ein junger Mann, das kann passieren, darf es aber in so einem professionellen Sport nicht."

Vettel habe sich angesichts des Drucks und der Fehler verndert, meint der 59-Jhrige. Die Unbekmmertheit sei teils verfolgen - auch, weil Vettel ohne Manager schlecht beraten sei. "So ein Dr. Marko ist ja auch nicht immer der Gescheiteste - wie der unntigen Druck aufbaut", sagt Stuck. "Vettel hat seine Eltern und einen Koch und glaubt, das reicht. Das ist nicht zeitgem. Im zweiten Jahr wieder die WM zu verspielen, wre wirklich ein Jammer."

Fotoquelle: xpb.cc

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