Die Force-India-Piloten wollen am liebsten im Paarflug vor Williams fahren

Formel 1 2010

— 01.10.2010

Force India: Neue Teile und viel Optimismus

Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi rechnen sich gute Chancen für den Grand Prix von Japan aus, Paul di Resta darf nicht fahren: Alles gegen Williams

Force India reist mit großen Hoffnungen nach Japan. Die Inder gehen fest davon aus, dass nach der mäßigen Performance von Singapur nun wieder eine passende Strecke für den indischen Boliden kommt. Das Team bringt weitere Neuteile mit nach Suzuka. Man kämpft mit allen Mitteln, um Williams auf der Zielgeraden der Saison in Schach zu halten. Der sechste Platz in der Konstrukteusmeisterschaft ist das erklärte Ziel.

"Suzuka ist eine meiner Lieblingsstrecken, dort fahre ich immer gern", sagt Sutil, für den die Reise nach Japan nach seinem dortigen Formel-3-Engagement im Jahr 2006 eine Rückkehr "in die zweite Heimat" ist. "Ich habe tolle Erinnerungen an meine Zeit dort. Ich war damals viermal in Suzuka unterwegs, außerdem durfte ich für Midland das Freitagstraining bestreiten. Zusammen mit Silverstone und Hockenheim ist Suzuka also eines meiner Heimrennen."

"Es ist eine echte Fahrerstrecke", freut sich Sutil. "Es gibt alle möglichen Arten von Kurven, jede einzelne ist eine eigene Herausforderung. Die 130R ist unglaublich. Du kommst dort Vollgas im siebten Gang an und gehst absolut am Limit dort hindurch - ein tolles Gefühl, wenn es optimal läuft. Im vergangenen Jahr bin ich die Kurve im Nassen beinahe mit Vollgas gefahren. Das war ein irres Gefühl."

Im vergangenen Jahr hatte sich Sutil für Startplatz vier qualifiziert, musste aber aufgrund einer Strafe von Rang acht ins Rennen gehen. "Es lief nicht wirklich gut", erinnert sich der Deutsche. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr ein gutes Ergebnis holen können. Auch wenn der Wagen in diesem Jahr auf allen Strecken besser geht, so haben wir dennoch immer noch Vorteile, wenn eher wenig Abtrieb gefragt ist. Die Top 10 sind auf jeden Fall drin. Wir müssen Platz sechs in der Meisterschaft halten."

Force India will sich mit allen Mitteln gegen Williams wehren. Experimente macht man keine, sondern man verzichtet sogar auf den geplanten Freitagseinsatz von Paul di Resta. "In dieser entscheidenden Phase der Saison muss das Team jeden möglichen Vorteil nutzen", äußert der Schotte Verständnis. "Das Team bringt außerdem neue Aerodynamikteile, die Tonio und Adrian ausprobieren sollen, um Feedback geben zu können."

Di Resta wird also seinen ersten Suzuka-Besuch in der Beobachterrolle verbringen. "Man hat so viel über Suzuka gehört, alle Fahrer lieben es. Ich bin schon gespannt", so der Ersatzpilot. "Es ist ein besonderer Ort. In diesem Jahr ganz besonders, wo in der Formel 1 noch so viel auf dem Spiel steht." Der Schotte muss zwar zuschauen, aber hat dennoch gute Aussichten. Ihm werden große Chancen auf ein Stammcockpit 2011 eingeräumt.

Seinen Platz sichern möchte Vitantonio Liuzzi, der womöglich auf der Kippe steht. "Suzuka ist so ein klassiches Rennen wie Monza oder Spa", sagt der Italiener. "Eine Strecke für echte Männer. Dort gibt es immer eines der härtesten Rennen. Im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass Regen einiges durcheinander wirbeln kann. Man muss also auf alles gefasst sein. Ich mag diese schnellen Ecken, vor allem die erste Passage, wo man sehr präzise sein muss."

"Wenn man unsere Leistungen seit der Sommerpause sieht, dann zeigt sich, dass unser Auto besser zu solchen Strecken passt. Suzuka sollte also eine gute Chance bieten, den Vorsprung auf Williams zu vergrößern", meint Liuzzi, der in Singapur ausschied. "Wir haben ein paar neue Teile im Gepäck, die uns schneller machen sollten. Das sollte uns einen Vorteil bringen. Aber wir müssen uns auch als Team zusammenraufen und uns auf das Rennen fokussieren."

"Das Singapur-Wochenende war sehr gemischt", blickt Teamchef Vijay Mallya zurück. "Im Qualifying war es enttäuschend, aber im Rennen haben wir einen guten Speed gezeigt. Adrian wurde Achter, was nach Startplatz 15 eine starke Leistung ist. Schade, dass Tonio ausgeschieden ist, aber so etwas kann immer mal passieren. Für Suzuka bin in sehr zuversichtlich. Ich denke, dort werden wir konkurrenzfähiger sein. Ich hoffe, dass wir uns ähnlich wie in Spa präsentieren können."

"Unser Auto passt besser auf Strecken für weniger Abtrieb. Egal, ob Regen oder Sonne, unsere Piloten lieben es. Jeder weiß, dass wir mit weiteren Punkten unsere Position in der Weltmeisterschaft festigen wollen", erklärt der Inder. "Wir nutzen alle Möglichkeiten. Wir haben neue Verbesserungen dabei, wir wollen jedes bisschen zusätzliche Performance herauskitzeln. Die Fahrer sind ebenfalls hoch motiviert. Wir alle wissen, was auf dem Spiel steht."

Fotoquelle: Force India

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