Fernando Alonso schwört seine Ferrari-Mannschaft auf harte Rennen ein

Formel 1 2010

— 04.10.2010

Alonso: "Jetzt wird es ernst"

Ferrari geht entschlossen und konzentriert in die verbleiben Saisonrennen: Fernando Alonso schwört das Team ein, Felipe Massa spielt den Helfer

Mit einer Erfolgsserie in Monza und Singapur hat sich Fernando Alonso wieder in eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Weltmeisterschaft gebracht. Der Spanier hat im Gegensatz zu seinen vier Titelkonkurrenten einen Vorteil: Bei Ferrari setzt man voll auf die Karte Alonso, während Red Bull und McLaren jeweils noch beide Piloten in die entscheidenden Schlachten schicken müssen.

Nach seinem Erfolg im Nachtrennen hat sich Alonso zunächst in seine Wahlheimat Schweiz zurückgezogen. "Ich habe mich ausgeruht und die Akkus für den harten Kampf in den letzten Rennen neu aufgeladen", berichtet der WM-Zweite. Die körperlichen Anstrengungen aus dem Singapur-Rennen mussten kompensiert werden. "Ich habe viel getrunken und nur leicht trainiert, um wieder voll zu Kräften zu kommen."

Er genieße die Freude aller Mitarbeiter in Maranello, die laut über den Singapur-Sieg gejubelt hatten. "Ich freue mich auch, aber das härteste Stück Arbeit liegt noch vor uns", mahnt Alonso. "Die beiden Siege zuletzt haben den Rückstand etwas verringert, aber noch liege ich nicht in Führung. Jetzt wird es ernst! Wir müssen einen vielleicht schmerzhaften Weg gehen, alle müssen alles geben, es darf keine Rückschritte mehr geben."

"Alles kann noch passieren", sagt der Asturier und verweist darauf, dass sich die Situation in der Gesamtwertung in diesem Jahr schon oft verschoben habe. "Sicher ist: Wenn einer der fünf Kandidaten nun noch einen herben Fehler macht, dann wirft ihn das erheblich zurück. Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass es der Schlüssel sein wird, bei allen noch ausstehenden Rennen auf dem Podium zu stehen. Dann rechnen wir am Ende in Abu Dhabi zusammen."

"Die Siege in Monza und Singapur geben uns Zuversicht. So etwas tat nach einer bis dorthin schwierigen Saison wirklich gut", erklärt der zweimalige Formel-1-Weltmeister. "Dass wir auf zwei solch unterschiedlichen Strecken gewinnen konnten zeigt, dass unser Auto vielseitig ist. Wir können also ohne Angst in die kommenden Läufe gehen. Man hat mich gefragt, welcher Sieg schöner war. Nun, jeder Sieg ist toll. Aber mit einem Ferrari in Monza zu siegen, ist natürlich ein spezielles und einzigartiges Gefühl."

Das Gefühl eines Rennsieges würde auch Teamkollege Felipe Massa gern mal wieder erleben. Der letzte Erfolg des Brasilianers liegt weit zurück: Im November 2008 siegte Massa beim spektakulären WM-Finale in seiner Heimat. Eigentlich wollte der 29-Jährige in Singapur glänzen, doch das gelang nicht einmal ansatzweise. "Nach der Pole 2008 dort, stand ich nun ganz hinten. Mein Rennen war schon am Samstag gelaufen."

"Ich bin aber keiner, der schon am Samstag aufgibt, daher haben wir uns eine riskante Strategie zurechtgelegt. Aber das Spiel ging nicht auf, weil das Safety-Car für mich eine oder zwei Runden zu früh kam", berichtet Massa. "So wurde es für mich ein anstrengendes, aber langweiliges Rennen. Ich hing die ganze Zeit hinter langsamen Autos fest. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit spürst du noch deutlicher, wenn du im Windschatten unterwegs bist."

"Ich musste am Ende wegen meiner uralten Reifen aufpassen, dass ich auf der Strecke bleibe. Man muss nur mal sehen, was Kubica geschafft hat, dann weiß man auch, was frische Reifen bringen. Letztlich habe ich durch die Entscheidungen der Rennleitung noch ein paar Plätze gutgemacht, aber das ist mir völlig egal", sagt Massa frustriert. "Für mich ist der WM-Zug abgefahren. So gesehen habe ich eben nur ein paar Punkte dazu beitragen können, damit Ferrari in der Konstrukteurswertung besser dasteht."

Fotoquelle: Bridgestone

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