Der Frontflügel von Red Bull sorgt nach wie vor für Gesprächsstoff

Formel 1 2010

— 05.10.2010

Flügelstreit noch immer nicht beendet

Die flexiblen Frontflügel von Red Bull und Ferrari sind McLaren immer noch ein Dorn im Auge: Waren Vettel und Webber vorübergehend illegal unterwegs?

Die flexiblen Frontflügel von Red Bull und Ferrari sorgen auch nach den verschärften Tests seitens der FIA immer noch für Streit. McLaren ist der Ansicht, dass Red Bull vorübergehend illegal unterwegs war und sich beispielsweise im Rennen in Ungarn so einen Vorteil verschafft hat. Vor allem in Budapest hatte man den Frontflügel am RB6 immer wieder auf dem Boden schleifen sehen - ein Phänomen, dass laut Reglement nicht möglich sein sollte.

"Die zuständigen Leute bei uns fragten sich, ob Vettels Auto legal war. Das haben wir der FIA mitgeteilt", sagte Lewis Hamilton vor wenigen Tagen in der 'Bild'. Der Automobil-Weltverband hatte sofort reagiert, die Belastungstests für Frontflügel und Unterböden wurden verschärft. Zwar hörte man aus dem Lager von Red Bull immer wieder, dass diese neuen Tests kein Problem seien, auffällig ist jedoch, dass der RB6 seither nie wieder so überlegen war wie in Ungarn.

"Das kann Zufall sein, aber irgendwie ist es schon komisch", rätselt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh in der 'Auto Bild Motorsport' . Für den Briten ist die Situation eigentlich klar: "Ich habe nachgefragt, ob wir Flügel designen dürfen, deren Endplatten ständig den Boden berühren. Die klare Antwort war nein. Wenn ich das also nicht darf, soll es den anderen auch nicht erlaubt sein. Denn 20 bis 30 Millimeter tiefere Endplatten bringen auf der Strecke rund eine Sekunde pro Runde."

"Entsprechend hatten Red Bull und auch Ferrari zwischenzeitlich ein paar extrem starke Rennen, in denen wir auf verlorenem Posten waren", klagt Whitmarsh und vermutet, dass sich die Situation im WM-Kampf ohne den flexiblen Red-Bull-Flügel durchaus anders darstellen könnte. "Vielleicht waren wir nicht clever oder risikoreich genug. Aber wenn das System nicht legal ist, sollte es auch keiner benutzen dürfen."

Fotoquelle: xpb.cc

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