Timo Glock und das Virgin-Team nehmen Kurs auf ein starkes Debüt in Suzuka

Formel 1 2010

— 05.10.2010

Virgin setzt in Japan auf den Aufwärtstrend

Timo Glock und Lucas di Grassi reisen zuversichtlich nach Japan und versprechen sich einiges von den Virgin-Neuerungen - Mischverhältnisse als Chance?

Nur zwei Wochen nach dem Singapur-Gastspiel der Formel 1 macht das Virgin-Team erneut in Asien Station: In Suzuka wird der Rennstall von Timo Glock und Lucas di Grassi erneut einige Updates einführen und erhofft sich dadurch einen weiteren Fortschritt. Zudem rechnet sich das Team gute Chancen aus, sollte das Wetter der Formel 1 einen Streich spielen und sich regnerisch präsentieren.

Darauf spekuliert nicht zuletzt Glock, der im Freien Training von Singapur auf feuchter Strecke zu den schnellsten Piloten im Starterfeld zählte. "Nach einem weiteren starken Wochenende reisen wir nun weiter nach Japan", meint der Deutsche und erläutert: "Der erste Abschnitt unseres zweiteiligen Updatepakets hat gut funktioniert und ich kam speziell unter Mischbedingungen sehr gut zurecht."

Glock hofft auf Regen und eine große Chance

"Ich denke, in Suzuka dürfen wir ähnliche Verhältnisse erwarten, denn die Vorhersagen deuten auf eine starke Regenwahrscheinlichkeit in allen Sessions hin, vielleicht auch im Rennen. Darüber hinaus werden wir den zweiten Entwicklungsschub unserer Upgrades an den Start bringen, der einige neue Aeroteile beinhaltet. Das sollte uns eine Hilfe sein", gibt Glock vor dem Japan-Rennen zu Protokoll.

"Exakt vor einem Jahr hatte ich auf diesem Kurs meinen Unfall, aber ich habe keine Probleme damit, an diese Strecke zurückzukehren. Die große Wunde an meinem Bein ist komplett verheilt und ich verspüre keinerlei Nachwirkungen mehr", sagt der 28-Jährige. "Japan halte ich stets für eine interessante Erfahrung und der Kurs ist sehr technisch. Das macht mir immer sehr viel Spaß."

"Ich möchte dort das Maximum aus dem Auto herausholen. Darauf werde ich mich in diesem wichtigen Rennen konzentrieren", kündigt Glock an. Teamkollege di Grassi hat sich ebenfalls einiges vorgenommen: "Suzuka ist möglicherweise die technisch anspruchsvollste Strecke des Jahres. Es wird also eine große Herausforderung darstellen, dort auf Geschwindigkeit zu kommen."

Di Grassi muss wieder viel lernen

"Für mich ist das ebenfalls ein neuer Kurs, doch ich bin sehr zufrieden damit, wie ich mich bislang mit dergleichen Aufgaben auseinander gesetzt habe", hält der Brasilianer fest. "Nachdem ich in Singapur erst im zweiten Freien Training ins Lenkrad greifen konnte, war ich mit meiner Leistung dort sehr zufrieden. In Japan steht mir eine ähnliche Herausforderung ins Haus", erklärt di Grassi.

"Ich habe allerdings viel vorbereitende Arbeit mit meinen Ingenieuren geleistet und war auch im Simulator. Ich freue mich darauf, auf dieser fantastischen Strecke anzutreten", meint der Virgin-Fahrer. "Vor uns liegt eine große Aufgabe. Ich bin optimistisch, dass uns die neuen Entwicklungen etwas einbringen, womit wir am Wochenende vor unseren direkten Konkurrenten liegen werden."

Darauf hofft auch Teamchef John Booth, der schon sehr auf den Kurs von Japan gespannt ist: "Die aktuelle Rennphase bedeutet für uns, dass wir uns zwischen drei Rennplätzen in dieser Region hin- und herpendeln. Jedes Rennen bringt aber frische Herausforderungen mit sich und treibt zugleich unsere Entwicklung voran. Wir genießen unsere 'Welttournee' und freuen uns auf jeden Grand Prix."

Booth ist gespannt auf den Suzuka-Kurs

"Die technisch schwierigsten Strecken finden bei uns besonderen Anklang und Suzuka ist einer dieser Kurse", erklärt der Brite. "Es handelt sich um eine klassische Rennbahn, die uns schon seit vielen Jahren mit spektakulärem Motorsport versorgt. Suzuka ist schnell und weist einige großartige Kurvenkombinationen auf. Die Forme einer Acht macht diesen Kurs einzigartig", findet Booth.

"Zudem darf man davon ausgehen, dass das Wetter eine zusätzliche Komponente darstellt. Singapur hat aber gezeigt, dass wir das Beste aus wechselnden Bedingungen machen können. Nun steht der zweite Teil unseres letzten großen Updatepakets auf dem Programm. Wir hoffen, dass uns die neuen Entwicklungen auf aerodynamischer Seite dabei helfen werden, den aktuellen Trend fortzusetzen."

"Wir wollen den Abstand zu den etablierten Formel-1-Teams weiter verkürzen", kündigt Booth abschließend an. Ebenfalls mit von der Partie ist wieder der neue Test- und Ersatzpilot des Teams, Jérôme D'Ambrosio. Der belgische Nachwuchsfahrer durfte in Singapur erstmals an einem Formel-1-Wochenende ins Lenkrad greifen und bestreitet auch in Suzuka das erste Freie Training für Virgin.

Fotoquelle: xpb.cc

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