Felipe Massa nachdenklich: Für den Rest der Saison ist der Brasilianer nur Helfer

Formel 1 2010

— 06.10.2010

Massa: Zähnenknirschend zum Wasserträger

Felipe Massa stellt sich in den verbleibenden vier Saisonrennen ganz in den Dienst der Mannschaft - Eigene Titelchancen durch Reifenprobleme verbaut

In den noch ausstehenden vier Saisonrennen haben noch fünf Piloten realistische Chancen auf den Titel. Beide Red-Bull-Fahrer, beide McLaren-Stars sowie Fernando Alonso kämpfen noch um die Krone. Der Spanier geht als Ferrari-Einzelkämpfer in die letzten Runden. Ein Vorteil, denn sein Teamkollege Felipe Massa wird ihm wohl kaum entscheidende Punkte wegnehmen.

"Vor jeder Saison gehst du in einem Ferrari davon aus, dass du selbst den Titel holen kannst", erklärt Massa in der 'Sport Bild'. Anfangs durfte der Brasilianer frei fahren, aber bereits im Sommer zeichnete sich ab, dass der Asturier das heißere Eisen im Feuer sein wird. "Fernando ist sehr gut, definitiv. Aber er ist nicht besser als meine anderen Teamkollegen. Ich bin in diesem Jahr einfach schlechter als sonst", gibt Massa zu.

"Ich hatte große Probleme, weil ich mit den Reifen nicht klargekommen bin", erklärt er seine persönlichen Sorgen. "Für meinen Fahrstil waren selbst die weichen Reifen noch zu hart. Und ich bin sicher, viele andere Fahrer hatten dasselbe Problem. Zum Beispiel Michael. Ich glaube nicht, dass er das Fahren verlernt hat. Aber ich weiß, dass sein Problem in der gleichen Richtung liegt wie meins."

Massa musste seine eigenen Ambitionen spätestens in Hockenheim endgültig begraben. Dort wurde Alonso per Teamorder nach vorne gezogen, Massa spielte das Spiel widerwillig mit. "Ich werde darüber nicht reden. Nur so viel: Ganz sicher war ich extrem enttäuscht", blickt der Vizeweltmeister von 2008 zurück. Seither ist aller Welt klar, dass Ferrari nur noch auf die Karte Alonso setzt.

"Wenn ich vor den anderen Fahrern, aber hinter Fernando ins Ziel komme und seinen Rivalen so Punkte wegnehme, ist das natürlich positiv für Fernando. Und genau das werde ich versuchen", verspricht Massa, sich in den verbleibenden Rennen in den Dienst des Teams zu stellen. Die Gefahr, dass er somit zur dauerhaften Nummer zwei abgestempelt wird, sieht er nicht.

"Ich bin sicher, dass Ferrari mich zu keinem zweiten Rubens Barrichello macht", sagt Massa, der sich des Respekts der gesamten Mannschaft aus Maranello sicher ist. "Sollte das doch passieren, werde ich aufhören, für Ferrari zu fahren. Ich fahre doch keine Rennen, um am Ende Zweiter werden zu dürfen!" Auf der Zielgeraden der diesjährigen Formel-1-Saison könnte aber genau dies verlangt sein.

Massa steht seit Wochen im Zentrum von Gerüchten. Der Brasilianer hat seinen Vertrag bei den Roten zwar vorzeitig verlängert, aber dennoch wird immer wieder darüber spekuliert, dass er zu einem anderen Team abgeschoben werden könnte. "Glauben Sie, diese Gerüchte machen mir noch irgendetwas aus? Nein. Ich habe genug Erfahrung mit so etwas, um entspannt zu sein", winkt Massa ab.

Fotoquelle: xpb.cc

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